Jena sperrt 21,5 Millionen Euro im Haushalt für 2026
Regional - Thüringen - aktuelle Fakten und Einordnung
Haushaltssperre in Jena wegen Finanzkrise
Jena () – Die Stadt Jena hat konkrete Maßnahmen für eine Haushaltssperre im kommenden Jahr festgelegt. Insgesamt werden 21,5 Millionen Euro vorsorglich gesperrt, um auf die angespannte finanzielle Lage zu reagieren, wie die Stadtverwaltung mitteilte.
Hintergrund sind deutlich geringere Gewerbesteuereinnahmen und stark steigende Sozialausgaben, die den Jahresfehlbetrag 2026 voraussichtlich um rund 18 Millionen Euro verschlechtern werden.
Die Sperrung verteilt sich auf mehrere Bereiche: In der Kernverwaltung werden in allen fünf Dezernaten insgesamt etwa 2,5 Millionen Euro bei allgemeinen Verwaltungskosten, Projekten und Förderungen eingespart. Zusätzlich werden 1,5 Millionen Euro bei den Personalkosten gestrichen, und die für Erfolgsprämien vorgesehenen 100.000 Euro entfallen vollständig.
Die städtischen Eigen- und Regiebetriebe tragen mit Einsparungen von rund 17,3 Millionen Euro den größten Teil bei, unter anderem durch die Verschiebung größerer Investitionsvorhaben.
Bürgermeister und Finanzdezernent Benjamin Koppe betonte, dass mit den Maßnahmen die Handlungsfähigkeit der Stadt gesichert und finanzielle Risiken begrenzt werden sollen. Gesetzlich vorgeschriebene Leistungen und zentrale Angebote für die Bürger blieben erhalten.
Nach der Mai-Steuerschätzung 2026 wird die Stadt eine aktualisierte Prognose erstellen und prüfen, ob Anpassungen an der Haushaltssperre notwendig sind.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Euroscheine (Archiv) |
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