Laschet plädiert perspektivisch für direkte Gespräche mit Moskau

17. Dezember 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik: Gespräche mit Russland und EU-Gipfel

Berlin () – Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, Armin Laschet (CDU), plädiert dafür, perspektivisch wieder offizielle direkte Gesprächskanäle nach Russland zu schaffen. Derzeit hänge es in Ermangelung direkter Zugänge zum Kreml an den Amerikanern, europäische Beschlüsse an Moskau zu kommunizieren, sagte er dem Nachrichtensender „Welt“. Das sei auf Dauer nicht gut.

„Wir müssen jetzt hoffen, dass der Gipfel morgen ein Erfolg wird, dass die Europäer geschlossen stehen und dass die Gespräche der Amerikaner über den europäischen Plan mit Russland jetzt ebenfalls zu Ergebnissen führen. Und das ist eher das Bedauerliche, dass die Europäer Pläne erarbeiten, aber die Amerikaner bringen die nach Russland, weil wir selbst mit Russland nicht reden. Und das ist, glaube ich, auf Dauer auch kein Zustand.“

Den beim EU-Gipfel zu diskutierenden Zugriff auf russische Vermögenswerte zugunsten der hält Laschet für eine komplizierte Debatte mit unklarem Ausgang. Die ablehnende Haltung Ungarns oder der seien dabei nicht das Problem – „das könnte man ja auffangen“, so Laschet. „Aber es müssen Frankreich, Spanien, , , große Länder sagen: `Wir bürgen, wenn es schief geht.` Und das ist bisher nicht gesichert.“

Die Risiken für den deutschen Steuerzahler hält Laschet für real: „Die Hinderungen sind, dass wir zum einen die Illusion wecken, da gibt es russisches Vermögen – und das nehmen wir jetzt und das geben wir der Ukraine. So ist der Vorgang aber nicht. Es wird nicht konfisziert, sondern man macht eine Anleihe da drauf und glaubt, wenn Russland dann Reparationen zahlt, dann kommt das Geld zurück.“

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„Wenn man aber davon ausgehen würde, Russland wird nie im Leben für irgendetwas Reparationen zahlen, dann heißt das, die Staaten müssen bürgen.“ Das sei das, was erwarte. „Das ist für den deutschen Steuerzahler sicher ein Viertel der gesamten Summe, die wir dann aufbringen müssen. Und das ist in jedem Mitgliedsland eine Frage: Geht man diesen Weg mit? Ist man bereit, diese Milliarden für eine Bürgschaft aufzunehmen?“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Mauer des Kreml in Moskau (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Armin Laschet plädiert für die Schaffung offizieller Gesprächskanäle nach Russland.
  • EU-Gipfel-Entscheidungen zu russischen Vermögenswerten gestalten sich als kompliziert.
  • Bedenken über finanzielle Risiken für deutsche Steuerzahler im Zusammenhang mit Reparationen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind europäische Länder und deren Regierungen
  • Starke Bedenken bezüglich der Finanzierung der Ukraine über russische Vermögenswerte mit unklarem Ausgang
  • Diskussion um Bürgschaften durch große Länder wie Frankreich, Spanien, Italien und Polen erforderlich

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Mangel an direkten Gesprächskanälen zwischen Europa und Russland
  • Abhängigkeit von den USA zur Kommunikation mit Russland
  • Sorgen um finanzielle Risiken für deutsche Steuerzahler bei russischen Vermögenswerten

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Plädoyer für offizielle Gesprächskanäle nach Russland
  • Überprüfung des Zugriffs auf russische Vermögenswerte zugunsten der Ukraine
  • Diskussion über Bürgschaften für mögliche finanzielle Risiken der Mitgliedsstaaten

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