Streeck will Ende der Zwei-Klassen-Medizin bei Facharztterminen

17. Dezember 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheitspolitik in Deutschland: Gleichbehandlung gefordert

() – Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) hat sich gegen die Ungleichbehandlung von gesetzlich und privat versicherten Patienten positioniert. „Jeder soll Anrecht haben auf einen zeitigen Termin beim Facharzt, ganz egal, wie er versichert ist“, sagte der CDU-Politiker dem Videoformat „Spitzengespräch“ des „Spiegels“. Auf die Nachfrage, warum gesetzlich Versicherte deutlich länger auf einen Termin beim Facharzt warten müssen als Privatversicherte, sagte Streeck: „Das müssen wir ändern, das ist ein Unding.“

Die CDU verteidigt traditionell das duale System aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Streeck fordert hingegen eine Gleichstellung bei der Versorgung. Als Lösungen schlug er ein Primärversorgungssystem mit Hausarzt-Steuerung vor. Im Koalitionsvertrag sei auch eine Terminvergabegarantie festgehalten, „dass Patienten, die wirklich einen Facharzt brauchen, auch schnell an ihren Facharzt kommen“.

Mittelfristig fordert Streeck eine Umgestaltung der Vergütung im Gesundheitssystem. „Wir müssen dahin kommen, dass die, die gesund bleiben, auch eine Vergütung bekommen“, sagte er. Prävention und Frühintervention sollten stärker gefördert werden. liege beim Public Health Index „als einer der letzten Plätze“ auf Platz 17 von 18 untersuchten Staaten in Nord- und Zentraleuropa.

Siehe auch:  GKV-Chef Blatt rechnet mit Rückgang der Krankenkassen-Anzahl
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Hendrik Streeck (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Streeck fordert zeitnahe Facharzttermine für alle versicherten Patienten.
  • Vorschlag für ein Primärversorgungssystem mit Hausarzt-Steuerung.
  • Umgestaltung der Vergütung im Gesundheitssystem zur Förderung von Prävention und Frühintervention.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • gesetzlich und privat versicherte Patienten
  • lange Wartezeiten auf Facharzttermine für gesetzlich Versicherte
  • Deutschland beim Public Health Index auf Platz 17 von 18 getesteten Staaten in Nord- und Zentraleuropa

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Ungleichbehandlung von gesetzlich und privat versicherten Patienten
  • Lange Wartezeiten für gesetzlich Versicherte auf Facharzttermine
  • Bedarf an einer Umgestaltung der Vergütung im Gesundheitssystem zur Förderung von Prävention und Frühintervention

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Streeck fordert eine Gleichstellung der Versorgung für gesetzlich und privat versicherte Patienten.
  • Einführung eines Primärversorgungssystems mit Hausarzt-Steuerung wird vorgeschlagen.
  • Im Koalitionsvertrag wird eine Terminvergabegarantie für Facharztbesuche festgehalten.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH