IW: Ostdeutsche Länder investieren stärker in Kinderbetreuung

18. Dezember 2025

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Bildungsausgaben in Ost- und Westdeutschland

Berlin () – Die ostdeutschen Bundesländer investieren pro Kopf deutlich mehr Geld in die Betreuung von unter sechsjährigen Kindern als die westdeutschen. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) aus Köln in einer Studie, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben) berichten.

Demnach hat im Untersuchungszeitraum des Jahres 2023 mit 12.145 Euro pro Kind am meisten für Kitas und Tageseltern im Verhältnis der unter Sechsjährigen investiert. Es folgten Berlin (11.964 Euro pro Kind unter sechs Jahren), (11.061 Euro) und Sachsen-Anhalt (10.693 Euro).

Relativ geringe öffentliche Ausgaben für die Betreuung der unter Sechsjährigen tätigten demnach Nordrhein-Westfalen mit 9.085 Euro pro Kind, mit 8.978 Euro pro Kind und das Saarland mit 8.895 Euro pro Kind. Schlusslicht ist mit 8.590 Euro pro Kind unter sechs Jahren. Im Bundesschnitt investierten die Länder 9.563 Euro pro Kind unter sechs Jahren.

Als Hauptgrund für die Unterschiede nennt IW-Studienautor und Familienökonom Wido Geis-Thöne die unterschiedlichen Betreuungsquoten im Alter unter drei Jahren. „Waren im März 2023 im Westen nur 19,4 Prozent der (Nichtschul-)Kinder in den Kitas unter drei Jahren alt, traf das im Osten auf 28,2 Prozent zu“, schreibt er in seiner Analyse. „Bei gleicher Qualität erfordert die Betreuung dieser kleineren Kinder einen wesentlich höheren Personaleinsatz und ist entsprechend kostenintensiver.“ Viele westdeutsche Länder würden vergleichsweise schlecht abschneiden, was daran liege, dass dort weniger Kinder unter drei Jahren von Kitas oder Tageseltern betreut werden würden.

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Mit Blick auf die Nettoausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe würde im Verhältnis zur Gesamtzahl der Minderjährigen mit 2.657 Euro pro Kind am meisten investieren, gefolgt von Berlin (1.969 Euro), Sachsen-Anhalt (1.829 Euro) und Brandenburg (1.827 Euro). Bayern (1.082 Euro), Baden-Württemberg (1.172 Euro) und Thüringen (1.398 Euro) würden demnach am wenigsten für die Kinder- und Jugendhilfe ausgeben.

Entsprechend zieht Geis-Thöne als Fazit, „dass vor allem Baden-Württemberg und Bayern noch mehr Geld für die Kinderbetreuung, wie auch für die Kinder und Jugendhilfe insgesamt, aufwenden könnten und sollten“. In beiden Bundesländern sei es sinnvoll, die Betreuung für unter Dreijährige attraktiver zu machen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kinder (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Ostdeutsche Bundesländer investieren pro Kopf mehr in die Betreuung unter Sechsjähriger als westdeutsche.
  • Brandenburg investiert am meisten mit 12.145 Euro pro Kind, gefolgt von Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.
  • Bad-Württemberg ist mit 8.590 Euro pro Kind Schlusslicht bei den Ausgaben.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Ostdeutsche Bundesländer investieren pro Kopf mehr in die Betreuung unter sechsjähriger Kinder als westdeutsche Bundesländer
  • Höchstinvestitionen: Brandenburg (12.145 Euro), Berlin (11.964 Euro), Mecklenburg-Vorpommern (11.061 Euro), Sachsen-Anhalt (10.693 Euro)
  • Niedrigste Ausgaben: Baden-Württemberg (8.590 Euro), Bayern (8.978 Euro), Nordrhein-Westfalen (9.085 Euro)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Ostdeutsche Bundesländer investieren pro Kopf mehr Geld in die Betreuung unter Sechsjähriger als westdeutsche.
  • Höhere Betreuungsquoten für Kinder unter drei Jahren im Osten (28,2 %) im Vergleich zum Westen (19,4 %).
  • Höherer Personaleinsatz und Kosten für die Betreuung jüngerer Kinder führen zu signifikanten Investitionsunterschieden.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Erhöhung der Investitionen in die Betreuung von unter Sechsjährigen in westdeutschen Bundesländern
  • Verbesserung der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren
  • Fokussierung auf Kinder- und Jugendhilfe in Baden-Württemberg und Bayern

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