Über 450 Entschädigungsanträge nach Weihnachtsmarkt-Anschlag in Magdeburg
Regional - Sachsen-Anhalt - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaftliche Auswirkungen des Anschlags in Magdeburg
Magdeburg () – Ein Jahr nach dem verheerenden Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt sind mehr als 450 Anträge auf Entschädigung gestellt worden. Das teilte Sozialministerin Petra Grimm-Benne am Freitag mit.
Demnach werden bislang 468 Geschädigte, Angehörige und Hinterbliebene vom Fallmanagement des Landesverwaltungsamtes betreut, 455 Anträge nach dem Sozialen Entschädigungsrecht sind eingegangen.
Bisher wurden den Angaben zufolge 146 psychotherapeutische Interventionen in einer Traumaambulanz, 123 Leistungen zur Teilhabe und 691 Leistungen der Krankenbehandlung erbracht. Zudem seien 18 besondere Hilfen im Einzelfall, drei Leistungen für Bestattungskosten und sechs Leistungen der Hinterbliebenenversorgung gewährt worden.
In 56 Fällen wurde eine monatliche Entschädigung von 434 Euro anerkannt, in einem Fall von 868 Euro.
„Zeit heilt oft keine Wunden, körperliche und seelische Schäden des Anschlags können unter Umständen erst lange danach auftreten“, sagte Grimm-Benne. Daher könnten Betroffene auch jetzt noch Anträge stellen.
Die Leistungen würden seit Anfang 2024 auf Grundlage des Sozialgesetzbuches XIV schneller und zielgerichteter gewährt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Tatort nach Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt (Archiv) |
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