EKD-Präses: Kirchenämter unvereinbar mit AfD-Funktionärstätigkeiten

20. Dezember 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Kirche und Politik: EKD gegen AfD-Kontakte

() – Anna-Nicole Heinrich, Präses der Synode der Evangelischen Kirche in (EKD), hat den Abgrenzungskurs ihrer Kirche gegenüber der AfD bekräftigt.

„Wenn jemand menschenverachtende Positionen vertritt, ist er für kirchliche Ämter nicht geeignet, und das ist bei Funktionären der AfD der Fall“, sagte Heinrich der „Welt am Sonntag“. „Wir sprechen hier über Leitungsgremien, die für die Kirche grundlegend sind. Da geht es um diakonische Fragen, um die Arbeit mit behinderten Menschen, um die Wahrung der Würde von Menschen. Das geht mit den Positionen der AfD nicht zusammen.“ Sorgen, dass die Kirche damit AfD-Unterstützer abschrecken könne, habe sie nicht: „Nein, wir bleiben mit den Menschen ja trotzdem im Gespräch.“

Die neue Friedensdenkschrift der EKD, die diese auf ihrer Synode im November verabschiedet hat, steht laut Heinrich „nur jener Pazifismus-Theorie entgegen, die besagt, für alle politischen Fragen gebe es immer gewaltfreie Lösungen“. Heinrich weiter: „Diese Idealvorstellung können wir in einer gewaltvollen Welt nicht mehr ohne Weiteres annehmen.“ Als letztes Mittel könne es für gerechten Frieden notwendig sein, „rechtserhaltende Gewalt einzusetzen“. Mit der Denkschrift der EKD „haben wir unsere Positionen einem Reality-Check unterzogen“, so Heinrich.

Auf die Frage, ob die EKD es befürworten würde, perspektivisch Friedenstruppen der Bundeswehr in die zu entsenden, sagte Heinrich: „Das müssen die Experten diskutieren. Die Friedensdenkschrift kann ihnen Orientierung geben, aber nicht fertige Antworten liefern. In jedem Fall würden wir aber die Soldatinnen und Soldaten durch die evangelische Militärseelsorge begleiten.“

Siehe auch:  DGB fordert Verlängerung des Industriestrompreises auf zehn Jahre
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: AfD-Logo auf Parteitag (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • EKD bekräftigt Abgrenzung zur AfD; Funktionäre der AfD für kirchliche Ämter ungeeignet.
  • Neue Friedensdenkschrift widerspricht der Theorie gewaltfreier Lösungen für alle politischen Fragen.
  • EKD wird Diskussion über mögliche Entsendung von Friedenstruppen der Bundeswehr in die Ukraine nicht direkt beeinflussen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), betrifft Führungspersonen der AfD, stark abgelehnt
  • Leitungsgremien, diakonische Arbeit, Bereiche mit behinderten Menschen, grundlegend betroffen
  • Friedensdenkschrift verabschiedet im November, Diskussion über mögliche Bundeswehreinsätze in der Ukraine, keine konkreten Fristen angegeben

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Abgrenzung der EKD von der AfD aufgrund menschenverachtender Positionen deren Funktionäre
  • Fokus auf diakonische Fragen und Wahrung der Menschenwürde
  • Notwendigkeit einer realistischen Friedenspolitik im Kontext gewaltsamer Konflikte

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