Ökonom warnt vor wirtschaftlichen Risiken bei AfD-Regierung

9. November 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft und Demokratie in Deutschland

() – Der Wirtschaftsethiker und Professor für Betriebswirtschaftslehre Markus Scholz fordert mehr Engagement von Deutschlands Unternehmen im Kampf gegen Rechtspopulisten. „Die politische und ökonomische Sphäre bedingen einander. Unternehmer und Manager sind Teil der Zivilgesellschaft und verpflichtet, beides zu verteidigen – und damit letztlich die Freiheit jedes Einzelnen“, sagte Scholz dem „Spiegel“.

In seinem neuen Buch warnt Scholz, der an der TU Dresden sowie der privaten Wirtschaftshochschule Insead in Fontainebleau lehrt, vor einer Regierungsbeteiligung der AfD. „Populisten haben ein Freund-Feind-Weltbild, beschneiden Rechtsstaatlichkeit oder schaffen sie ganz ab, betreiben Klientelismus und Vetternwirtschaft, schränken die Medienfreiheit ein, unterdrücken die Zivilgesellschaft, diskreditieren die Opposition. Unter solchen Bedingungen lässt sich nicht gut wirtschaften“.

Langfristig wüchsen Volkswirtschaften unter der Regentschaft von Populisten langsamer, zeigten Studien. „Binnen 15 Jahren bleibt das Bruttoinlandsprodukt um zehn Prozent hinter demokratischen Ländern zurück.“ Konkret empfiehlt Scholz Managern und Betriebsräten, ihre Belegschaften in Workshops über die Vorzüge der liberalen Demokratie aufzuklären, ohne Wahlempfehlungen zu geben oder vor der AfD zu warnen. „Genau dort muss über die liberale Demokratie geredet werden. Wird das reichen? Sicherlich nicht. Aber die Zusammenarbeit mit den Betriebsräten und Gewerkschaften halte ich für ausbaufähig, auch wenn die AfD versucht, dort tief einzudringen.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: AfD-Logo auf Parteitag (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Markus Scholz fordert mehr Engagement von Unternehmen gegen Rechtspopulisten.
  • In seinem Buch warnt Scholz vor einer Regierungsbeteiligung der AfD und deren negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft.
  • Er empfiehlt Workshops für Belegschaften zur Aufklärung über die Vorzüge der liberalen Demokratie ohne Wahlempfehlungen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Unternehmen in Deutschland
  • Arbeitnehmer und Betriebsräte
  • Langfristige Auswirkungen: BIP bleibt in 15 Jahren um 10% hinter dem von demokratischen Ländern zurück

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Forderung nach mehr Engagement der Unternehmen gegen Rechtspopulismus
  • Warnungen vor den negativen Auswirkungen einer Regierungsbeteiligung der AfD auf Rechtsstaatlichkeit und Wirtschaft
  • Empfehlungen zur Aufklärung der Belegschaften über die Vorzüge der liberalen Demokratie

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Unternehmen und Manager sollen sich aktiver gegen Rechtspopulismus engagieren.
  • Workshops für Mitarbeiter über die Vorzüge der liberalen Demokratie durchführen.
  • Zusammenarbeit mit Betriebsräten und Gewerkschaften ausbauen.

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