Wehrbeauftragter will messbare Ziele im Wehrdienstgesetz
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Sicherheitspolitik: Bundeswehr und Wehrdienstgesetz in Berlin
Berlin () – Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte (CDU), hat sich dafür ausgesprochen, im Wehrdienstgesetz Zielzahlen für Freiwillige festzulegen und eine Wehrpflicht einzuführen, falls die Ziele verfehlt werden.
Es wäre seiner Ansicht nach gut, wenn im Gesetz stünde, zu welchem Zeitpunkt wie viele Freiwillige gefunden sein sollen, sagte Otte der Sendung „Frühstart“ der Sender RTL und ntv am Dienstag. So werde messbar, ob die jeweiligen Meilensteine erreicht wurden. Er denke, Verteidigungsminister Pistorius sehe diese Notwendigkeit auch. „Das Verteidigungsministerium hat eigene Zahlen und Ziele gesetzt, daran darf das Ministerium jetzt nicht scheitern“, sagte Otte mit Blick auf den geplanten Aufwuchs der Truppe.
Der CDU-Politiker forderte eine schnelle Lösung zum Wehrdienstgesetz. „Die Erwartungshaltung in der Truppe ist hoch, in der Gesellschaft insgesamt“, sagte er. Es gebe noch Nachholbedarf, um die Bundeswehr kriegstauglich zu machen. „Die Lage ist so ernst, dass wir den Dingen ins Gesicht sehen müssen, um stark und abwehrfähig zu sein.“
Otte sprach sich für einen sogenannten Bedarfswehrdienst aus, der sich an den Fähigkeiten der Truppe orientiere. „Denn darum geht es: Die Truppe zu stärken, damit die Abschreckung glaubhaft gelingt.“ Er sei zuversichtlich, dass es in dieser Woche eine Lösung zwischen den Koalitionsfraktionen geben werde.
Der Wehrbeauftragte zeigte sich optimistisch, genug Freiwillige zu finden. Ein mögliches Losverfahren werde voraussichtlich nicht mehr gebraucht, sobald es Mitte 2027 die flächendeckenden Musterungen gebe. Otte forderte zudem, bei den Musterungen einen moderneren und freundlicheren Weg zu gehen als früher. Man wolle schließlich Menschen für die Armee gewinnen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundeswehr-Soldat mit G36 (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Wehrbeauftragter Henning Otte schlägt festgelegte Zielzahlen für Freiwillige im Wehrdienstgesetz vor.
- Einführung einer Wehrpflicht wird in Aussicht gestellt, falls die Ziele nicht erreicht werden.
- Otte fordert einen Bedarfswehrdienst, um die Truppe zu stärken und die Abschreckung zu verbessern.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Zielgruppen: Freiwillige, Bundeswehr-Soldaten
- Regionen: Deutschland
- Zahlen/Fristen: Bis Mitte 2027 flächendeckende Musterungen, unverbindliche Zielzahlen für Freiwillige im Wehrdienstgesetz
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Festlegung von Zielzahlen für Freiwillige im Wehrdienstgesetz als Maßnahme zur Sicherstellung der Truppenstärke
- Notwendigkeit einer Wehrpflicht bei Nichterreichung der Ziele zur Steigerung der Wehrfähigkeit
- Hohe Erwartungshaltung in der Truppe und der Gesellschaft hinsichtlich der kriegstauglichen Bundeswehr
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Einführung von Zielzahlen für freiwillige Soldaten im Wehrdienstgesetz
- Wehrpflicht in Betracht ziehen, falls Ziele nicht erreicht werden
- Schnelle Lösung zum Wehrdienstgesetz anstreben
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
- Pistorius bekommt neuen Politikberater - 11. Februar 2026
- Niedersachsens Landwirtschaftsministerin kritisiert Bundespläne nach Milchgipfel - 11. Februar 2026
- Rheinland-Pfalz kündigt Sicherheitspaket für Zugpersonal nach tödlichem Angriff an - 11. Februar 2026
