Netzagentur sieht Gas-Versorgung trotz Kälte gesichert

27. Dezember 2025

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Energieversorgung in Deutschland im Winter 2023

() – Trotz Kälte und mäßig voller Gasspeicher sieht der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, die Gasversorgung in diesem Winter gesichert.

„Es droht aktuell kein Gasmangel. Die Lage ist eine ganz andere als im ersten Jahr nach der russischen Invasion in der Ukraine“, sagte Müller der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe) und verwieß auf die Versorgung mit Flüssiggas (LNG). „Die LNG-Terminals, große Mengen an Pipeline-Gas aus wie Importe über , die Niederlande und zeitweise sichern unsere Versorgung. Es ist auch mehr als ein Drittel der Heizperiode geschafft.“

Die Gasspeicher in sind allerdings nur zu 60 Prozent gefüllt, Europas größter Speicher im niedersächsischen Rehden sogar nur zu 28 Prozent. Auch darin sieht Müller kein Problem: „Er liegt im Hinterland der LNG-Terminals und hat nicht mehr die gleiche, hohe geografische Bedeutung wie früher.“

Das Gas-Embargo gegen Russland ab 2027 hält Müller für verkraftbar. „Das Gas-Embargo gefährdet nicht die Versorgung. Deutschland wird als Transitland wieder wichtiger. Wir haben vier Terminals für Flüssiggas (LNG) an Nord- und Ostsee gebaut, zur Sicherung unserer Versorgung und – so war es das Ziel der Politik – aus Solidarität mit den Nachbarn. Kein Wohnzimmer soll kalt bleiben, keine Industrieanlage nicht produzieren können.“

Aktuell sinken die Gaspreise: „Das liegt leider auch an der schwachen Konjunktur, Betriebe fragen weniger Gas nach“, sagte Müller. Auf Dauer erwartet der Netzagentur-Präsident aber steigende Gaspreise: „Zum einen steigen die CO2-Abgaben, zum anderen die Netzentgelte für Gas. Deutschland will 2045 klimaneutral sein. Wenn die Stilllegung der Gasnetze näher rückt, sinkt die Zahl der Gaskunden. Die Netzkosten werden auf immer weniger Verbraucher verteilt“, erläuterte Müller. „Manche Kommunen wollen schon 2035 weg vom Gas, andere 2040 oder 2045. Klar ist: Es wird teurer werden. Schon jetzt ziehen Verbraucher ihre Schlüsse und steigen auf Alternativen wie zum Beispiel die Wärmepumpe oder Fernwärme um.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Gasspeicher (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Gasversorgung für diesen Winter ist gesichert, kein Gasmangel droht.
  • Gasspeicher in Deutschland zu 60 % gefüllt, größter Speicher in Rehden nur zu 28 %.
  • Gas-Embargo gegen Russland ab 2027 wird für verkraftbar gehalten, Deutschland wird wichtiges Transitland.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Verbraucher in Deutschland, Industrieanlagen
  • Regionen: Deutschland, konzentriert auf Niedersachsen (Speicher Rehden), Nord- und Ostsee (LNG-Terminals)
  • Zahlen/Fristen: Gasspeicher aktuell zu 60% gefüllt, Speicher Rehden zu 28%, Gas-Embargo gegen Russland ab 2027, Preissteigerungen in der Zukunft erwartet, manche Kommunen planen Gas-Ausstieg bis 2035-2045

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Keine Angabe
  • Versorgung mit Flüssiggas (LNG) und Pipeline-Gas aus Norwegen sowie Importen aus Belgien, den Niederlanden und Frankreich
  • Gas-Embargo gegen Russland ab 2027 wird als verkraftbar angesehen
  • Sinkende Gaspreise aufgrund schwacher Konjunktur, langfristig steigende Preise durch CO2-Abgaben und Netzentgelte

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Sicherstellung der Gasversorgung durch Flüssiggas-Importe und Pipeline-Gas
  • Bau von vier LNG-Terminals zur Sicherung der Energieversorgung
  • Maßnahmen zur Reduzierung der Abhängigkeit von Gas und Förderung alternativer Heizsysteme

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