GdP warnt vor Schreckschusswaffen zu Silvester
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Sicherheitspolitik in Berlin zur Silvesternacht
Berlin () – Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnt vor dem Abfeuern von Schreckschusswaffen in der Silvesternacht. „Viele dieser Waffen sind von scharfen Waffen kaum zu unterscheiden“, sagte Jochen Kopelke, Bundesvorsitzender der GdP, dem Magazin Focus. „Dadurch besteht die Gefahr einer Fehleinschätzung durch Bevölkerung und Polizei.“ Die Gefahr: Polizisten könnten Schreckschusswaffen für echte Waffen halten und die Schützen verhaften – „im schlimmsten Fall auch unter Einsatz der Dienstwaffe“, so Kopelke.
Schreckschusswaffen sind ab 18 Jahren frei verkäuflich, dürfen aber nicht in der Öffentlichkeit abgefeuert werden. Zu Silvester kommt es jedoch jedes Jahr zu zahlreichen Verstößen. Daher fordert Kopelke, einen „Kleinen Waffenschein“ als Voraussetzung für den Erwerb einzuführen. Dieser ist bislang nur notwendig, um die Waffen zu führen. Andernfalls, so Kopelke, sei die Polizei „Böllern, Raketen, Kugelbomben und Schreckschusswaffen in der Nacht im Einsatz ausgeliefert.“
Unterstützung bekommt Kopelke aus der Politik. Millionen Schreckschusswaffen im Umlauf zu belassen, sei „sicherheitspolitisch nicht tragbar“, sagte Marcel Emmerich, innenpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Bundestag. „Dass hier nichts geschieht, liegt an der Untätigkeit des Bundesinnenministers, das Sprengstoffgesetz und das Waffengesetz nachzuschärfen.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Waffenladen (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- GdP warnt vor Verwechslung von Schreckschusswaffen mit echten Waffen
- Forderung nach Einführung eines "Kleinen Waffenscheins" für Erwerb von Schreckschusswaffen
- Unterstützung von Politikern für strengere Regelungen bei Schreckschusswaffen und Waffengesetz
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen sind Besitzer von Schreckschusswaffen, insbesondere in der Silvesternacht
- Zielgruppe sind Personen ab 18 Jahren, die Schreckschusswaffen besitzen oder erwerben möchten
- Forderung nach einem "Kleinen Waffenschein" für den Erwerb, um öffentliche Abfeuerungen zu regulieren
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Schreckschusswaffen sind schwer von echten Waffen zu unterscheiden.
- Viele Menschen feuern diese Waffen trotz Verbot in der Öffentlichkeit ab, insbesondere zu Silvester.
- Fehlende Regelungen zur Kontrolle des Erwerbs und der Nutzung von Schreckschusswaffen.
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Einführung eines "Kleinen Waffenscheins" für den Erwerb von Schreckschusswaffen
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- Politische Unterstützung gegen die Untätigkeit des Bundesinnenministers
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