ADAC fühlt sich in Debatte um höhere Spritpreise missverstanden
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Mobilität und Klimaschutz in München
München () – Der ADAC fühlt sich in der Debatte um höhere Spritpreise missverstanden. „Der ADAC ist nicht pauschal und losgelöst von anderen Maßnahmen für höhere Spritpreise“, sagte ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben).
Zugleich verteidigte Hillebrand, dass der CO2-Preis ein geeignetes Instrument sein könne, um den Klimaschutz im Verkehr voranzubringen, sagte aber auch, dass solche Preissignale nur dann funktionieren würden, wenn es ausreichend Alternativen gebe. Gerade die würden bei erneuerbaren Kraftstoffen und der Elektromobilität aber noch fehlen. „Wenn Preise erhöht werden, ohne Ausweichmöglichkeiten zu schaffen, kommt zum einen Problem das andere: Dem Klimaschutz ist aufgrund der fehlenden Möglichkeiten von Verbrauchern nicht geholfen und zusätzlich wird Mobilität weniger bezahlbar“, sagte Hillebrand.
Der ADAC-Verkehrspräsident forderte in diesem Zuge eine Senkung der Stromsteuer für private Verbraucher. Und für Autofahrer, die weiterhin mit dem Verbrenner unterwegs seien, müssten alternative Kraftstoffe günstiger werden, zum Beispiel durch die überfällige Reform der EU-Energiesteuerrichtlinie, aber auch stärkere Anreize für Investitionen der Industrie in die Erzeugung erneuerbarer Energie, so Hillebrand. Ein richtiger Schritt sei die von der Bundesregierung beschlossene Erhöhung der Pendlerpauschale.
Zuvor hatte Hillebrand in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sich im Zuge des CO2-Preises bereits indirekt für höhere Spritpreise ausgesprochen. Daraufhin war es im Verkehrsclub zu zahlreichen Beschwerden und Anfragen von Mitgliedern gekommen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | ADAC (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- ADAC verteidigt CO2-Preis als Potenzial für Klimaschutz im Verkehr, betont jedoch fehlende Alternativen.
- Forderung nach Senkung der Stromsteuer für Verbraucher und günstigeren alternativen Kraftstoffen für Verbrenner-Autofahrer.
- Zustimmung zur Erhöhung der Pendlerpauschale von der Bundesregierung.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen sind Autofahrer und Verbraucher im Bereich Mobilität
- Region: Deutschland
- Themen: CO2-Preis, Stromsteuer, erneuerbare Kraftstoffe, Pendlerpauschale
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- ADAC fühlt sich missverstanden in der Debatte um höhere Spritpreise
- CO2-Preis als Instrument für Klimaschutz notwendig, aber ohne Alternativen nicht sinnvoll
- Forderung nach Senkung der Stromsteuer und günstigeren alternativen Kraftstoffen
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Senkung der Stromsteuer für private Verbraucher fordern
- Alternative Kraftstoffe günstiger machen, zum Beispiel durch Reform der EU-Energiesteuerrichtlinie
- Anreize für Investitionen in erneuerbare Energie stärken
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
- Tausende Häftlinge vorzeitig aus Gefängnis entlassen - 20. März 2026
- Lehrerverband sieht Verbot von Messengerdiensten kritisch - 20. März 2026
- Merz will KI-Verordnung komplett auf den Prüfstand stellen - 20. März 2026
