Butterpreis: Rukwied beklagt "Preiskampf auf dem Rücken der Bauern"

2. Januar 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Landwirtschaft und Preisentwicklung in Berlin

() – Der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, wirft dem Lebensmitteleinzelhandel vor, heimische Lebensmittel wie Butter zu verramschen.

Die steigenden Lebensmittelpreise hätten die Einkommenssituation der Landwirte nicht entspannt, sagte er der Mediengruppe (Freitagausgabe). „Im Gegenteil. Zuletzt sind die Preise beispielsweise für Butter und Milch dramatisch gesunken – auch die Erzeugerpreise für Getreide und Schweinefleisch sind im Keller.“

Der harte Preiskampf im Lebensmitteleinzelhandel in der Weihnachtszeit werde „am Ende auf dem Rücken unserer Bauern ausgetragen“, kritisierte Rukwied den Handel. „Diese massiven Preissenkungen dürfen nicht an unsere Milchbauern weitergegeben werden. Wer die Butter für 99 Cent verramscht, entwertet dieses hochwertige, heimische Lebensmittel.“

Rukwied sieht zu Beginn des Jahres 2026 viele Baustellen, um die sich die Regierung seiner Ansicht nach kümmern soll – darunter den Bürokratieabbau und die Finanzierung des Umbaus der Tierhaltung. „Der seit langem angestoßene und gesellschaftlich gewünschte Umbau der Tierhaltung muss finanziert werden, der Bürokratieabbau muss jetzt endlich spürbar umgesetzt werden“, fordert der Bauernfunktionär.

„Um dem Klimawandel zu begegnen, brauchen wir Zugang zu sicheren und wirksamen Pflanzenschutzmitteln“ und „um weiterhin die Versorgung mit sicheren, heimischen Lebensmitteln zu gewährleisten, muss unsere Landwirtschaft wieder wettbewerbsfähig gemacht werden“, behauptete er. Diese Herausforderungen seien „dringend anzugehen und dulden keinen Aufschub“.

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Die Bilanz des Bauernverbands für das erste Jahr der schwarz-roten Bundesregierung fällt nach Rukwieds Worten „durchwachsen“ aus. Die Bundesregierung sei den Bauern zwar mit der Wiedereinführung des Agrardiesels, der Streichung der Stoffstrombilanz oder der Senkung der Stromsteuer entgegengekommen. „Angesichts der hohen Kosten, der massiven Belastungen durch Bürokratie oder des steigenden Mindestlohns muss der Regierung jedoch bewusst sein, dass das bei Weitem nicht ausreichend ist und sie noch deutlich mehr Entlastung für die Betriebe schaffen muss“.

Entscheidend sei, dass die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft in Europa wiederhergestellt werde. Dazu brauche es laut Rukwied den von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Wahlkampf angekündigten umfassenden Politikwechsel.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Butter in einem Supermarkt (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Rukwied kritisiert Preisdumping im Lebensmitteleinzelhandel, insbesondere bei Butter.
  • Preise für Butter, Milch, Getreide und Schweinefleisch sind stark gefallen.
  • Forderung nach Bürokratieabbau und Finanzierung des Umbaus der Tierhaltung.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen: Landwirte, insbesondere Milchbauern
  • Region: Deutschland
  • Zeitraum: Beginn 2026 für notwendige Maßnahmen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Preiskampf im Lebensmitteleinzelhandel führt zu dramatischen Preissenkungen für heimische Lebensmittel
  • Einkommenssituation der Landwirte bleibt angespannt trotz steigender Lebensmittelpreise
  • Notwendigkeit von Bürokratieabbau und Finanzierung des Umbaus der Tierhaltung für Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bürokratieabbau spürbar umsetzen
  • Finanzierung des Umbaus der Tierhaltung sicherstellen
  • Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft wiederherstellen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH