Philologenverband verlangt mehr Leistungsorientierung

5. Januar 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Bildungspolitik in Deutschland im Fokus

() – Der Deutsche Philologenverband fordert, den Leistungsgedanken an deutschen Schulen zu forcieren.

„Wenn wir unseren gesellschaftlichen Wohlstand halten wollen und Kinder und Jugendliche bestmögliche Entwicklungschancen haben sollen, brauchen wir mehr Leistungsorientierung“, sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing der „Welt“. Aus ihrer Sicht sei die Politik aber „zu zögerlich, das auch einzufordern oder umzusetzen“.

Sie sei „dankbar für den dramatischen Appell“ von Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU), die die Verbesserung der Leistungen zur „Überlebensfrage“ für Volkswirtschaft und Demokratie erklärt hatte. Es gehe jetzt vor allem darum, die seit Langem anstehenden Aufgaben nachhaltig und ohne ideologische Scheuklappen anzugehen, forderte Lin-Klitzing.

Dazu gehörten unter anderem die vorschulische Förderung, ein höherer Grundwortschatz in der Grundschule, die Stärkung der Bildungssprache Deutsch und eine „bessere Passung von Leistung und Leistungsbewertung“. Sie sehe hier inzwischen aber auch „mehr als resigniertes Schulterzucken“, so Lin-Klitzing weiter. „Das Institut der deutschen Wirtschaft zum Beispiel ist ähnlich alarmiert wie wir. Gesellschaftlicher Wohlstand bedarf einer höheren gesellschaftlichen Leistungsorientierung.“

Gegenüber dem Jahr 2001, dem Jahr des ersten Pisa-Schocks, herrsche an den Schulen eine „dramatisch schlechtere Ausgangssituation“: „Hinter uns liegen die Erfahrungen mit Covid. Wir haben mehr konstatierte psychische Belastungen der jungen Generation, die auch die Freude an der eigenen Leistung hemmen“, so Lin-Klitzing.

Siehe auch:  Siebenjähriger Junge stirbt bei Hausbrand in Berlin-Mahlsdorf

„Wir haben einen Anstieg der Migration und damit eine geringere Vertrautheit mit der Bildungssprache Deutsch. Wir haben eine stärkere Abhängigkeit von Smartphones und damit unter anderem auch eine geringere Aufmerksamkeitsspanne für komplexe Bildungsprozesse, die so notwendig wären. Und angesichts der Multikrisen-Weltlage, die wir ja eben haben, wird oft vergessen, welche Herausforderungen wir an den Schulen bewältigen müssen.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kinder in einer Schule (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Forderung nach mehr Leistungsorientierung an deutschen Schulen
  • Unterstreichen von vorschulischer Förderung und Stärkung der Bildungssprache Deutsch
  • Anstieg psychischer Belastungen und geringere Aufmerksamkeitsspanne bei Schülern festgestellt

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Schüler und Jugendliche in Deutschland
  • Zielgruppe umfasst insbesondere Grundschulen und vorschulische Bildung
  • Zeitraum bezieht sich auf aktuelle Herausforderungen und langfristige Bildungsziele

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Förderung der Leistungsorientierung zur Sicherung des gesellschaftlichen Wohlstands
  • Zögerliche politische Maßnahmen zur Umsetzung von Bildungsverbesserungen
  • Auswirkungen von Covid, Migration und abnehmender Aufmerksamkeitsspanne der Schüler

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Verbesserung der Leistungen in Schulen zur Stärkung des gesellschaftlichen Wohlstands einfordern
  • Fokus auf vorschulische Förderung und höheren Grundwortschatz in der Grundschule
  • Stärkung der Bildungssprache Deutsch und bessere Passung von Leistung und Leistungsbewertung
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)