Strafverfahren stauen sich auf Rekordniveau

13. November 2025

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Justizproblematik in Deutschland: Strafverfahren stauen sich

() – Die Strafverfahren in stauen sich auf Rekordniveau. Zur Mitte dieses Jahres stieg die Zahl der offenen Fälle auf fast eine Million, nach Erkenntnissen des Deutschen Richterbundes (DRB) waren es genau 981.633, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben) berichten. Im ersten Halbjahr 2025 sind bei den Staatsanwaltschaften mehr als 2,7 Millionen neue Strafverfahren aufgelaufen.

Im vergangenen Jahr wurde nur noch jedes 16. Strafverfahren zur Anklage geführt – 2014 war es noch etwa jeder zehnte Fall. Hintergrund laut Richterbund: Die überlasteten Staatsanwaltschaften stellen immer mehr Fälle wegen Geringfügigkeit ein, um sich auf die schwereren Fälle konzentrieren zu können.

Das betrifft gerade auch die Verfolgung von Ladendiebstählen. Nach einer aktuellen Studie des EHI Retail Instituts ist die Schadenssumme im Einzelhandel im letzten Jahr auf fast drei Milliarden Euro gestiegen. Die Zahl der angezeigten schweren Ladendiebstähle hat sich seit 2014 um fast ein Drittel auf 25.600 erhöht.

„Das Vertrauen der Menschen in den Rechtsstaat schwindet rapide, wenn Straftaten folgenlos bleiben und Strafprozesse sich über Jahre hinziehen“, warnte DRB-Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn. Die Menschen erwarteten „eine handlungsfähige Strafjustiz, keine Strafverfolgung nach Kassenlage“.

Das Bundeskabinett hat beschlossen, im Rahmen eines Rechtsstaatspakts die Justiz der Länder in der laufenden Wahlperiode mit 450 Millionen Euro zu unterstützen – allein 240 Millionen werden für neues Personal bereitgestellt. Rebehn verstärkt jetzt den Druck auf die Länder, „bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz im Dezember die inzwischen 2.000 fehlenden Staatsanwälte und Richter für die Justiz zuzusagen, damit die Co-Finanzierung des Bundes schnell fließen kann“.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Justizzentrum (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Zahl der offenen Strafverfahren in Deutschland steigt auf fast eine Million (981.633).
  • Nur jedes 16. Strafverfahren wurde 2022 zur Anklage geführt; 2014 war es jeder zehnte Fall.
  • Bundeskabinett beschließt Unterstützung der Justiz mit 450 Millionen Euro, davon 240 Millionen für neues Personal.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Straftaten, insbesondere Ladendiebstähle und überlastete Staatsanwaltschaften
  • offene Fälle fast 1 Million, über 2,7 Millionen neue Strafverfahren im ersten Halbjahr 2025
  • 240 Millionen Euro für neues Personal, Unterstützung zur Anwerbung von 2.000 fehlenden Staatsanwälten und Richtern bis Dezember

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Rekordniveau der offenen Strafverfahren in Deutschland, fast eine Million Fälle
  • Überlastete Staatsanwaltschaften stellen viele Fälle wegen Geringfügigkeit ein
  • Anstieg schwerer Ladendiebstähle und immensen Schadenssummen im Einzelhandel

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Unterstützung der Justiz der Länder mit 450 Millionen Euro
  • Bereitstellung von 240 Millionen Euro für neues Personal
  • Druck auf die Länder, fehlende Staatsanwälte und Richter bis zur Ministerpräsidentenkonferenz im Dezember zuzusagen

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