Hamburger Geflüchtete warten über drei Monate auf Leistungen
Hamburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaftliche Herausforderungen bei Asylbewerberleistungen in Hamburg
Hamburg () – Geduldete Geflüchtete in Hamburg müssen im Durchschnitt mehr als ein Vierteljahr auf die Bewilligung von Leistungen für Wohnen, Essen und Krankenversorgung warten. Das kritisierte die Linken-Fraktion in der Bürgerschaft am Freitag.
Demnach dauert es durchschnittlich 77,5 Arbeitstage, bis die Innenbehörde die existenznotwendigen Leistungen bewilligt.
Die Wartezeit habe sich seit Februar um 50 Prozent erhöht. In der zuständigen Behörde, dem Referat für Asylbewerberleistungen, seien nur 88 Prozent der Stellen besetzt.
Der Krankenstand dort lag im vergangenen Jahr mit durchschnittlich knapp 12 Prozent doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt. Für die Bearbeitung würden wöchentlich 180 Termine freigeschaltet – bei rund 11.000 Leistungsberechtigten.
In der Folge hätten sich die Eilverfahren am Sozialgericht seit März praktisch verdoppelt.
Während am 1. März dort noch 46 Eilverfahren zum Thema Asylbewerberleistungen anhängig waren, seien es am 1. Dezember 90 Verfahren gewesen. Die fluchtpolitische Sprecherin der Linken, Carola Ensslen, kritisierte dies als „eklatantes Versagen“ und „soziale Kälte in ihrer härtesten Form“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Asylbewerberunterkunft (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Geduldete Geflüchtete in Hamburg warten durchschnittlich 77,5 Arbeitstage auf die Bewilligung von Leistungen.
- Wartezeit hat sich seit Februar um 50 Prozent erhöht.
- Der Krankenstand im Referat für Asylbewerberleistungen liegt bei durchschnittlich knapp 12 Prozent, doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt.
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- Geduldete Geflüchtete in Hamburg betroffen
- Wartezeit auf Leistungen: durchschnittlich 77,5 Arbeitstage
- Eilverfahren am Sozialgericht: Anstieg von 46 auf 90 seit März
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Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Innenbehörde soll die Bearbeitungszeit für existenznotwendige Leistungen verkürzen
- Verbesserungen bei der Personalbesetzung im Referat für Asylbewerberleistungen anstreben
- Maßnahmen zur Reduzierung der hohen Eilverfahren am Sozialgericht einleiten
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