Proteste im Iran gehen weiter
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Proteste und Unruhen im Iran 2023
Berlin/Teheran () – Die seit dem Jahreswechsel andauernden Proteste im Iran gehen weiter. Nach tagelangem Schweigen berichten mittlerweile auch iranische Staatsmedien über die Ereignisse, allerdings verbunden mit Attacken und Schuldzuweisungen gegen Israel und die USA.
Iranische Sicherheits- und Justizbehörden hätten „mehrere bewaffnete Terrorzellen und die Festnahme von mutmaßlichen ausländischen Akteuren bekannt gegeben“, hieß es in einem Bericht des iranischen Auslandsfernsehsenders „Press TV“. Hintergrund sei „eine Welle von ausländisch unterstützten Unruhen, bei denen mehrere Polizisten getötet wurden“.
Irans Oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei bezeichnete in einer Fernsehansprache die Demonstranten als „eine Bande von Vandalen“, die US-Präsident Donald Trump „beeindrucken“ wollten. Trump hatte bereits vor Tagen dem Iran gedroht, „sehr hart“ einzugreifen, sollten Regierungstruppen Demonstranten töten.
Der stellvertretende deutsche Regierungssprecher Steffen Meyer wollte Äußerungen des US-Präsidenten zum Iran am Freitag nicht kommentieren. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes wies darauf hin, dass bereits seit einiger Zeit eine Reisewarnung für den Iran und eine Aufforderung zur Ausreise für deutsche Staatsangehörige bestehe.
Die deutsche Botschaft in Teheran ist unterdessen trotz der teilweisen Unterbrechung von Internet- und Telefonverbindungen in verschiedenen Landesteilen weiterhin erreichbar. Die Internet-Abschaltung sei „nicht durchgängig“, sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Freitag auf Anfrage der . „Wir beobachten die Lage sehr genau“. Der Krisenstab der Bundesregierung habe mittlerweile zur Lage im Iran getagt.
Die Proteste, die am 28. Dezember in Teheran begannen, wurden durch den Zusammenbruch der iranischen Währung ausgelöst. Menschenrechtsgruppen berichten, dass sich die Demonstrationen seitdem auf Dutzende weitere Städte ausgeweitet haben. Eine freie Berichterstattung unabhängiger Medien ist aus dem Iran derzeit nicht möglich.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Iran (Archiv) |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Iranische Staatsmedien berichten über Proteste und machen Israel und die USA verantwortlich.
- Mehrere bewaffnete Terrorzellen wurden identifiziert und mutmaßliche ausländische Akteure festgenommen.
- Die deutsche Botschaft in Teheran bleibt trotz Internet- und Telefonunterbrechungen erreichbar; Reisewarnung für den Iran besteht weiterhin.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betrifft: Iran, deutsche Staatsangehörige, Protestierende
- Stärke: Proteste seit 28. Dezember, Welle von ausländisch unterstützten Unruhen, Reisewarnung für Iran
- Regionen: Teheran und Dutzende weitere Städte, deutsche Botschaft in Teheran weiterhin erreichbar
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Weiterbestehende Proteste im Iran seit Jahreswechsel
- Auslöser der Proteste ist der Zusammenbruch der iranischen Währung
- Vorwürfe von iranischen Behörden gegen ausländische Akteure, insbesondere Israel und die USA
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Iranische Sicherheits- und Justizbehörden haben mehrere bewaffnete Terrorzellen und mutmaßliche ausländische Akteure festgenommen.
- Die deutsche Botschaft in Teheran bleibt trotz eingeschränkter Internetverbindungen erreichbar und beobachtet die Lage genau.
- Ein Krisenstab der Bundesregierung hat zur Lage im Iran getagt.
