SPD kritisiert ungenutztes Windkraft-Potenzial in NRW

12. Januar 2026

Nordrhein-Westfalen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Erneuerbare Energien in Nordrhein-Westfalen

() – Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW e. V. hat die Zahlen zum Wind- und Solarenergieausbau für 2025 veröffentlicht. André Stinka, energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW, äußerte sich am Montag dazu und sagte, dass die guten Ausbauzahlen bei der Windkraft zwar begrüßt werden, jedoch das Potenzial nicht vollständig ausgeschöpft wurde.

Mit einem Nettozubau von 210 Windkraftanlagen habe die Landesregierung im vergangenen Jahr die Zielvorgaben erreicht. Dennoch sei die Anzahl der Genehmigungen mit 987 nicht ausreichend, da ein Windkraftmoratorium seit Februar 2025 etwa 1.100 Windenergievorhaben blockiert habe.

Stinka sagte zudem, dass der Netzausbau ebenfalls ein großes Problem darstelle.

Wenn die neuen Kapazitäten nicht in der Industrie oder im Haushalt ankommen, seien sie unbrauchbar und würden die Systemkosten für Verbraucher und Wirtschaft erhöhen. Er fordert die Landesregierung auf, den Netzausbau voranzutreiben und die Kosten fair zu verteilen.

In der kommenden Woche wird der aktuelle Netzentwicklungsplan im Wirtschaftsausschuss des Landtags vorgestellt, wo die SPD-Fraktion nachhaken wird.

Ein Vergleich mit den bundesweiten Ergebnissen zeigt, dass NRW noch viel zu tun hat. Während der Strommix im Bund 2025 zu mehr als 57 Prozent aus erneuerbaren Energien bestand, lag der Anteil in NRW bei knapp 30 Prozent.

Siehe auch:  Wetterbericht für Sachsen (25.11.2025)

Stinka kritisiert, dass die Erzeugung von Kohlestrom in NRW in jedem Monat über der von Wind- und Solarenergie lag. Er fordert einen schnelleren Ausbau von Stromspeichern, um die Lücke zwischen Windkraftausbau und Netzausbau zu schließen und grünen Strom verfügbar zu machen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ruhrgebiet (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Nettozubau von 210 Windkraftanlagen im letzten Jahr, Zielvorgaben erreicht
  • 987 Genehmigungen sind nicht ausreichend, 1.100 Windenergievorhaben blockiert durch Moratorium
  • Anteil erneuerbarer Energien in NRW 2025 bei knapp 30 Prozent, bundesweit über 57 Prozent

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppe: Energiepolitik in NRW, betroffene Unternehmen und Haushalte
  • Region: Nordrhein-Westfalen
  • Zahlen: Nettozubau von 210 Windkraftanlagen, 987 Genehmigungen, 1.100 blockierte Windenergievorhaben, 30% Erneuerbare im Strommix NRW 2025 vs. 57% bundesweit

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Unzureichende Genehmigungen, die ein Windkraftmoratorium blockiert hat.
  • Unterschiedliche Ausbauzahlen von erneuerbaren Energien in NRW im Vergleich zum Bundesdurchschnitt.
  • Hohe Erzeugung von Kohlestrom, die den Ausbau von Wind- und Solarenergie behindert.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Landesregierung soll den Netzausbau vorantreiben.
  • Kosten für die neuen Kapazitäten fair verteilen.
  • Aktueller Netzentwicklungsplan wird im Wirtschaftsausschuss vorgestellt.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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