Linke fordert dauerhafte Verankerung der Schulsozialarbeit
Regional - Sachsen-Anhalt - aktuelle Fakten und Einordnung
Bildungswesen in Sachsen-Anhalt im Fokus
Magdeburg () – Die Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt hat die Landesregierung aufgefordert, die Schulsozialarbeit strukturell zu verankern. Die sozialpolitische Sprecherin Monika Hohmann sagte am Donnerstag, dass es trotz eines Landtagsbeschlusses von 2018 bis heute kein nachhaltiges Landesprogramm gebe.
Stattdessen sei die Finanzierung weiterhin überwiegend durch EU-Mittel des ESF+ gesichert, die nur bis 2028 laufe.
Hohmann kritisierte, dass von 47 Millionen Euro ESF-Mitteln in den Jahren 2022 bis 2024 etwa 15 Millionen Euro nicht ausgegeben worden seien. Aktuell seien 24 Stellen für Schulsozialarbeit unbesetzt, davon allein im Burgenlandkreis und Salzlandkreis größere Summen nicht abgerufen worden.
Die Landesregierung stelle selbst nur 14 Stellen, während 436 Projekte an 429 Schulen existierten.
Die Linken-Abgeordnete warnte vor den Folgen befristeter Anstellungen und hoher Personalfluktuation für den Aufbau von Vertrauensbeziehungen zu Schülern. Sie forderte die Landesregierung auf, umgehend die unbesetzten Stellen zu besetzen und die Schulsozialarbeit gesetzlich zu verankern, da sie ein zentraler Baustein für erfolgreiche Schulentwicklung sei.
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| Bildhinweis: | Monika Hohmann (Archiv) |
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- Fraktion Die Linke fordert strukturelle Verankerung der Schulsozialarbeit in Sachsen-Anhalt.
- 24 Stellen für Schulsozialarbeit sind aktuell unbesetzt.
- Nur 14 Stellen werden von der Landesregierung bereitgestellt, während es 436 Projekte an 429 Schulen gibt.
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- betrifft: Schulsozialarbeit in Sachsen-Anhalt
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- Hohe Anzahl unbesetzter Stellen und Personalfluktuation beeinträchtigen Vertrauensbeziehungen zu Schülern
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