Koalitionsausschuss einigt sich auf Industriestrompreis
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Energiepolitik in Berlin: Koalitionsbeschlüsse 2025
Berlin () – Beim Koalitionsausschuss haben sich die Spitzen von CDU, CSU und SPD auf zwei energiepolitische Maßnahmen geeinigt. Diese umfassen den geplanten Industriestrompreis sowie eine Kraftwerkstrategie, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstagabend nach dem Treffen der Koalitionsspitzen.
„Mit der Kraftwerksstrategie und mit dem Industriestrompreis erhält die Energiepolitik dieser Regierung zwei entscheidende weitere Bausteine“, so Merz. „Wir vergessen dabei nicht das übergeordnete Ziel: Es geht eben darum, unsere Wirtschaft signifikant zu entlasten und die Produktionskosten zu senken.“
Der Industriestrompreis soll laut Merz für die Jahre 2026 bis 2028 eingeführt werden. „Der Zielpreis soll bei ungefähr 5 Cent pro Kilowattstunde liegen und Unternehmen unterstützen, die viel Strom verbrauchen und im internationalen Wettbewerb stehen.“ Die Gespräche mit der EU-Kommission seien weitgehend abgeschlossen und man gehe davon aus, die Genehmigung dafür auch zu bekommen.
„Das gilt auch für eine Kraftwerkstrategie“, so Merz. „Wir wollen dafür sorgen, dass der Strombedarf in Deutschland auch dann gedeckt wird, wenn Wind und Sonne nicht zur Verfügung stehen.“ Das heißt, man werde in Deutschland auch Kraftwerke bauen, die für diese Lücken eintreten können. „Wir schaffen die Grundlage für den Aufbau neuer Kraftwerkskapazitäten.“ Bereits im Jahr 2026 sollen insgesamt acht Gigawatt für neue steuerbare Kapazitäten zur Versorgungssicherheit ausgeschrieben werden, die bis zum Jahr 2031 in Betrieb gehen, sagte der Kanzler. Die entsprechenden Gaskraftwerke sollen später auch Wasserstoff nutzen können.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Pressekonferenz nach Koalitionsausschuss am 13.11.2025 |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Einführung des Industriestrompreises für 2026 bis 2028 mit Zielpreis von etwa 5 Cent pro Kilowattstunde.
- Entwicklung einer Kraftwerkstrategie zur Sicherstellung des Strombedarfs bei fehlendem Wind- und Sonnenstrom.
- Ausschreibung von acht Gigawatt neuer steuerbarer Kapazitäten bis 2026, Inbetriebnahme bis 2031, mit Möglichkeit zur Nutzung von Wasserstoff in Gaskraftwerken.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen: Unternehmen mit hohem Stromverbrauch im internationalen Wettbewerb
- Zeitraum: Industriestrompreis von 2026 bis 2028, Ausschreibung für neue Kapazitäten bereits 2026
- Ziel: Zielpreis von ca. 5 Cent pro Kilowattstunde, 8 Gigawatt neue steuerbare Kapazitäten bis 2031
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- Einigung auf energiepolitische Maßnahmen zur Unterstützung der Industrie
- Ziel, Produktionskosten zu senken und die Wirtschaft zu entlasten
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- Einführung eines Industriestrompreises von etwa 5 Cent pro Kilowattstunde für 2026 bis 2028
- Entwicklung einer Kraftwerkstrategie zur Sicherstellung der Stromversorgung unabhängig von Wetterbedingungen
- Ausschreibung von acht Gigawatt neuer steuerbarer Kraftwerkskapazitäten bis 2026
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