Linke fordert Tarifvertrag für studentische Beschäftigte in Hamburg

14. Januar 2026

Hamburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Arbeitsbedingungen für Studierende in Hamburg

() – Die Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft hat die prekären Arbeitsbedingungen für studentische Beschäftigte an den Hochschulen der Hansestadt kritisiert. Als Lösung fordert sie einen Tarifvertrag, wie der gewerkschaftspolitische Sprecher der Fraktion, Kay Jäger, am Mittwoch mitteilte.

Hintergrund ist eine Große Anfrage der Fraktion, deren Ergebnisse nun vorliegen.

Die Auswertung zeigt, dass rund 51 Prozent der über 4.000 studentischen Beschäftigten an Hamburger Hochschulen kurze, befristete Verträge haben, oft in aufeinanderfolgender Befristung. Nach Berechnungen der gewerkschaftlichen Initiative ‚TVStud‘ kann mindestens die Hälfte der Beschäftigten die durchschnittlichen Kosten für ein WG-Zimmer in Höhe von etwa 620 Euro nicht durch ihren Lohn decken.

Im vergangenen Jahr kam es zudem in gut 650 Fällen zu verspäteten Lohnauszahlungen oder -anpassungen.

Kay Jäger forderte den Senat als Arbeitgeber auf, endlich für bessere Bedingungen zu sorgen. „Keine Befristungen mehr, faire Löhne und gesicherte Mindestarbeitszeiten müssen her“, sagte er.

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder unter Verhandlungsführung von Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) hatte in der ersten Verhandlungsrunde erklärt, dass keine Notwendigkeit für eine tarifliche Absicherung bestehe. Die Initiative TVStud fordert hingegen einen eigenen Tarifvertrag.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Linken-Parteitag (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Linksfraktion kritisiert prekäre Arbeitsbedingungen für studentische Beschäftigte an Hamburgs Hochschulen.
  • Rund 51 Prozent der über 4.000 studentischen Beschäftigten haben kurze, befristete Verträge.
  • Mindestens die Hälfte der Beschäftigten kann WG-Kosten von etwa 620 Euro nicht decken.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft studentische Beschäftigte an Hamburger Hochschulen
  • etwa 4.000 Beschäftigte betroffen, davon rund 51% mit befristeten Verträgen
  • monatliche Kosten für WG-Zimmer von etwa 620 Euro, die von mindestens 50% nicht gedeckt werden können

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • prekäre Arbeitsbedingungen für studentische Beschäftigte
  • 51 % der befragten studentischen Beschäftigten haben kurze, befristete Verträge
  • zahlreiche Fälle von verspäteten Lohnauszahlungen oder -anpassungen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Forderung nach einem Tarifvertrag für studentische Beschäftigte
  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch den Senat
  • Keine Befristungen, faire Löhne und gesicherte Mindestarbeitszeiten gefordert
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