Verbraucherschützer begrüßen SPD-Vorschlag zum "Deutschlandkorb"

14. Januar 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Lebensmittelsicherheit und Politik in Deutschland

() – Die Verbraucherzentrale Bundesverband blickt wohlwollend auf den Vorschlag der SPD zum sogenannten Deutschlandkorb. „Der Vorstoß zum `Deutschlandkorb` freut uns grundsätzlich“, sagte Lisa Völkel, Lebensmittel-Referentin bei der Verbraucherzentrale Bundesverband, dem „Spiegel“.

„Es ist sehr gut, dass jetzt überhaupt mal eine Maßnahme vorgeschlagen wird, um die Belastung der Verbraucher bei den hohen Lebensmittelpreisen zu senken.“ In den vergangenen fünf Jahren sei da sehr wenig gekommen. Wenn der „Deutschlandkorb“ in der Form wie in umgesetzt werden könnte, wäre das ihrer Ansicht nach für Verbraucher tatsächlich hilfreich.

Die SPD sei in ihrem Vorschlag aber sehr vage geblieben. „Pragmatischer wäre es, die Mehrwertsteuer auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte abzuschaffen“, sagte Völkel. Derzeit liegt sie bei sieben Prozent. Damit könnten Verbraucher Geld sparen und gleichzeitig würde die Maßnahme gesunde Ernährung fördern, erklärte sie.

Der Vorschlag zum „Deutschlandkorb“ stammt von SPD-Fraktionsvize Esra Limbacher. „Nach dem Vorbild Griechenlands könnten Handelsketten freiwillig günstige und preisstabile Grundnahrungsmittel anbieten – produziert in , leicht erkennbar im Regal“, schreibt er bei Instagram.

Die Ernährungssoziologin Pamela Kerschke-Risch von der Universität hält das für ein gutes Signal. „Wichtig wäre, dass für den `Deutschlandkorb` auch gesunde Produkte ausgewählt würden, nicht so etwas wie billiges Schweinefleisch oder billiger Aufschnitt“, sagte sie. Gemüse und frische Kräuter seien wichtig.

Siehe auch:  Grüne warnen vor Kostenfalle durch Reform von Heizungsgesetz

Sinnvoll wäre es aus Sicht von Kerschke-Risch, mit dem „Deutschlandkorb“ einfache Kochrezepte zur Verfügung zu stellen. „Dann würden nicht nur die Produkte günstig angeboten, sondern die Schwelle, damit etwas Sinnvolles anzufangen, würde herabgesetzt.“ Das könne auch ein verbindendes Element sein, sodass nicht nur Menschen mit wenig Geld zum „Deutschlandkorb“ greifen. „Dann hätte der Korb kein Arme-Leute-Image, sondern könnte sehr cool werden.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Joghurt in einem Supermarktregal (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Verbraucherzentrale begrüßt den Vorschlag der SPD zum "Deutschlandkorb".
  • Mehrwertsteuer auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte könnte abgeschafft werden.
  • "Deutschlandkorb" soll gesunde Produkte umfassen und einfache Kochrezepte bereitstellen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Verbraucher, insbesondere mit geringem Einkommen
  • Deutschland, Fokus auf Lebensmittelpreise, Vorschlag für "Deutschlandkorb"
  • Mehrwertsteuerreduzierung auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte, derzeit 7%

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Hohe Lebensmittelpreise belasten Verbraucher
  • Vorschlag des "Deutschlandkorbs" könnte preiswerte und gesunde Nahrungsmittel fördern
  • Verbesserung der Ernährungsqualität durch Abschaffung der Mehrwertsteuer auf gesunde Lebensmittel

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Vorschlag des "Deutschlandkorbs" zur Entlastung von Verbrauchern bei hohen Lebensmittelpreisen
  • Möglichkeit der Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte zur Förderung gesunder Ernährung
  • Auswahl gesunder Produkte für den "Deutschlandkorb" sowie Bereitstellung einfacher Kochrezepte
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH