GKV: Warken stellt kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern infrage

14. Januar 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheitspolitik in Berlin: Familienversicherung im Fokus

() – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Frage gestellt. „Ich teile das Ziel, Anreize zu setzen, damit vor allem mehr Frauen einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehen – auch für die Altersvorsorge“, antwortete die Ministerin der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe) auf die Frage, ob die kostenlose Mitversicherung abgeschafft werden soll.

Das Vorhaben, die Familienversicherung zu reformieren, bezeichnete Warken, die auch Vorsitzende der Frauen-Union der CDU ist, als „Paradigmenwechsel“. Dieser müsse aber „sozialverträglich passieren“.

In ist der Anteil von Ehepartnern, meist Frauen, die nur in Teilzeit oder gar nicht berufstätig sind, im internationalen Vergleich besonders hoch. Ökonomen fordern daher schon seit längerer Zeit Reformen, die Anreize zur Mehrarbeit setzen. Dies könne der Wirtschaft neuen Schwung geben.

Knapp 2,5 Millionen Ehepartner sind nach Angaben der Gesetzlichen Krankenversicherung aktuell kostenlos mitversichert. Müssten sie einzahlen, würde der Mindestbeitrag für nicht-erwerbstätige Ehegatten nach GKV-Berechnung rund 220 Euro im Monat betragen. Ende Oktober hatte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) das Ende der Beitragsfreiheit mitversicherter Ehepartner gefordert. Das bringe den Kassen Mehreinnahmen von 2,8 Milliarden Euro im Jahr, hieß es in einem Positionspapier.

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Bildhinweis: Ärztehaus (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bundesgesundheitsministerin Nina Warken stellt die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern in der GKV infrage.
  • Reform der Familienversicherung wird als "Paradigmenwechsel" bezeichnet, der sozialverträglich gestaltet werden muss.
  • BDA fordert Ende der Beitragsfreiheit mitversicherter Ehepartner; möglicher jährlicher Mehreinnahme von 2,8 Milliarden Euro für die Kassen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Ehepartner in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)
  • Knapp 2,5 Millionen betroffen
  • Mindestbeitrag für nicht-erwerbstätige Ehegatten rund 220 Euro im Monat; mögliche Mehreinnahmen von 2,8 Milliarden Euro jährlich für die Kassen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • In Deutschland sind viele Ehepartner, meist Frauen, nur in Teilzeit oder gar nicht erwerbstätig.
  • Ökonomen fordern Reformen, um Anreize zur Mehrarbeit zu setzen und wirtschaftlichen Schwung zu fördern.
  • Die BDA fordert das Ende der Beitragsfreiheit für mitversicherte Ehepartner, was Mehreinnahmen für die Kassen generieren würde.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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