DIW nennt Regierungspläne für Ukraine-Flüchtlinge "kontraproduktiv"

15. Januar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik in Deutschland: Unterstützung für Geflüchtete Ukrainern

() – Angesichts der geplanten Kürzung der Unterstützung für viele geflüchtete Ukrainer in warnen Wissenschaftler vor den Folgen.

„Die Kürzung der Leistungen für Geflüchtete wird deren Integration in den Arbeitsmarkt erschweren und damit mittelfristig die Kosten für den deutschen Staat erhöhen“, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, der „Süddeutschen Zeitung“. Der sogenannte Rechtskreiswechsel von ukrainischen Geflüchteten „dürfte sich als kontraproduktiv erweisen“, so der Ökonom. Die Integration von ukrainischen Geflüchteten in den Arbeitsmarkt bewertete er „im Großen und Ganzen“ als Erfolg.

Die schwarz-rote Koalition plant, dass Ukrainer, die nach dem 1. April 2025 nach Deutschland gekommen sind, künftig nicht mehr Bürgergeld oder demnächst Grundsicherung erhalten, sondern nur noch die deutlich niedrigeren Asylleistungen. Damit wären nicht mehr die Jobcenter für sie zuständig mit ihren entsprechenden Instrumenten zur Fortbildung und Vermittlung in Arbeit, sondern vor allem Kommunen und Arbeitsagenturen. Der entsprechende Gesetzentwurf wird an diesem Donnerstag im Bundestag beraten.

„Im Jobcenter erhalten die Menschen Beratung und gezielte Unterstützung, um eine Arbeit zu finden. Gerade für neu Zugewanderte ist diese koordinierte Begleitung wichtig“, sagte Yuliya Kosyakova vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der SZ. Von der Neuregelung seien eher negative Effekte zu erwarten. „Damit wird ein bislang erfolgreiches Modell infrage gestellt.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Kürzung der Leistungen für geflüchtete Ukrainer in Deutschland geplant.
  • Ukrainer nach dem 1. April 2025 erhalten nur noch niedrigere Asylleistungen.
  • Jobcenter verlieren die Zuständigkeit, was negative Auswirkungen auf die Integration erwarten lässt.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: geflüchtete Ukrainer in Deutschland
  • Auswirkungen: Erschwerung der Integration in den Arbeitsmarkt, langfristig höhere Kosten für den Staat
  • Frist: ab dem 1. April 2025 keine Bürgergeld oder Grundsicherung, sondern niedrigere Asylleistungen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Kürzung der Leistungen für geflüchtete Ukrainer erschwert Integration in den Arbeitsmarkt
  • Rechtskreiswechsel führt zu geringerer Unterstützung und damit höheren Kosten für den Staat
  • Verlust von zielgerichteter Beratung und Unterstützung durch Jobcenter für neu Zugewanderte
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