Bahn-Chefin erwartet "schwieriges Jahr" bei der Pünktlichkeit

15. Januar 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Verkehrsnachrichten: Herausforderungen der Deutschen Bahn

() – Die neue Bahn-Chefin Evelyn Palla erwartet keine schnelle Verbesserung bei den Verspätungen im Fernverkehr. „2026 wird noch mal ein schwieriges Jahr bei der Pünktlichkeit“, sagte sie der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Nur 60 Prozent aller Fernzüge kamen im vergangenen Jahr mit weniger als sechs Minuten Verspätung an, was die Bahn als pünktlich wertet. „Es geht 2026 erst einmal darum, dass es nicht noch schlimmer wird, dass wir uns auf diesem Niveau stabilisieren, so schmerzhaft das auch klingt“, so Palla. Sie kündigt an: „Alle im Konzern werden jetzt konsequent an der Pünktlichkeit gemessen.“

Große Probleme bereiteten laut Palla Weichen, Oberleitungen und Stellwerke, die ihre Lebensdauer überschritten hätten und plötzlich ausfielen. Dazu kämen viele Verspätungen wegen des vielen Schnees und des Wintersturms. Für Verspätungen sorgten aber vor allem die rund 28.000 Baustellen, die für dieses Jahr erwartet werden.

Palla kündigte an, die Bahn werde ab 2027 im Fahrplan mehr Zeit für Bauarbeiten reservieren, damit es zu weniger Verspätungen kommt. „Wir planen auf bestimmten Strecken zum Beispiel alle vier Wochen eine Sperrung ein, und in dieser Zeit wird dort dann alles repariert, was eben so anfällt.“ Bislang sind nur 30 Prozent der Baustellen im Fahrplan berücksichtigt, künftig sollen es 70 Prozent sein. Die Sanierung des Schienennetzes bezeichnete Palla „als täglichen Wettlauf“. Die Bahn kämpfe dagegen an, „dass die Infrastruktur nicht schneller verfällt, als wir sie reparieren und erneuern können“.

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Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • 2026 wird ein weiteres schwieriges Jahr für die Pünktlichkeit im Fernverkehr erwartet.
  • Ab 2027 wird der Fahrplan mehr Zeit für Bauarbeiten reservieren, um Verspätungen zu reduzieren.
  • Der Anteil der Baustellen, die im Fahrplan berücksichtigt werden, soll von 30 auf 70 Prozent erhöht werden.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen: Fernverkehrszüge, Pendler, Reisende in Deutschland
  • Pünktlichkeit: 2026 weiterhin schwierig, 60% der Züge unter 6 Minuten Verspätung im Vorjahr
  • Baustellen: 28.000 erwartet, 30% der Baustellen im Fahrplan berücksichtigt, künftig 70% ab 2027

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Schlechte Infrastruktur: Weichen, Oberleitungen und Stellwerke sind veraltet und fallen aus.
  • Wetterbedingungen: Hohe Anzahl an Verspätungen durch Schnee und Winterstürme.
  • Baustellen: Rund 28.000 erwartete Baustellen verursachen zusätzliche Verspätungen.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Alle im Konzern werden konsequent an der Pünktlichkeit gemessen.
  • Ab 2027 wird im Fahrplan mehr Zeit für Bauarbeiten reserviert.
  • Der Plan sieht vor, dass künftig 70 Prozent der Baustellen im Fahrplan berücksichtigt werden.
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