SPD-Fraktion widerspricht Kanzler bei Erbschaftsteuer

16. Januar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Erbschaftsteuer-Debatte in Berlin

() – In der Debatte über die Erbschaftsteuer hat Wiebke Esdar, Vize-Fraktionsvorsitzende der SPD, dem Kanzler widersprochen. „Unser Konzept sorgt dafür, dass ungefähr 85 Prozent der Unternehmen keinen Cent Erbschaftsteuer zahlen – genau das schützt die allermeisten Familienbetriebe und Arbeitsplätze in „, sagte Esdar dem „Spiegel“. „Wer jetzt Alarm schlägt, verteidigt also nicht den Mittelstand, sondern Milliardenerben.“

Am Mittwochabend hatte Kanzler Friedrich Merz in einer Rede kritisiert, die SPD sorge mit ihren Vorschlägen für „Verunsicherung“ in der Wirtschaft. Er wolle nicht, dass die Weitergabe von Betrieben in den Familien durch Steuerlasten zusätzlich erschwert werde.

Diese Bedenken wies Esdar zurück. „Der Handwerksbetrieb um die Ecke zahlt bei unserem Konzept nichts“, sagte die SPD-Abgeordnete. Die Erbschaftsteuer für große Unternehmen wäre zudem „meist kleiner als das Geschäftsführer-Gehalt.“

Es gehe nicht darum, Erbschaften auf einmal mit 50 Prozent zu besteuern, „sondern um einen progressiven Steuertarif, der sich in etwa in der Höhe an den aktuellen Steuerklassen für Vererbungen innerhalb der Familie orientieren könnte“, so Esdar. „Es kann nicht sein, dass Menschen sehr hohe Vermögen fast steuerfrei erben können, während normale Erben belastet werden.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Wiebke Esdar am 13.01.2026

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • 85 Prozent der Unternehmen zahlen laut SPD-Konzept keine Erbschaftsteuer
  • Erbschaftsteuer für große Unternehmen wäre meist kleiner als Geschäftsführer-Gehalt
  • Geplanter progressiver Steuertarif orientiert sich an aktuellen Steuerklassen für Vererbungen innerhalb der Familie

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppe: 85% der Unternehmen in Deutschland, insbesondere Familienbetriebe
  • Region: Deutschland
  • Erbschaftsteuer: meist kleiner als Geschäftsführer-Gehalt; kein Cent für Handwerksbetriebe

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Wiebke Esdar widerspricht der Kritik von Kanzler Friedrich Merz an SPD-Vorschlägen zur Erbschaftsteuer.
  • SPD-Konzept schützt 85 Prozent der Unternehmen vor Erbschaftsteuer.
  • Diskussion um gerechtere Besteuerung von Erbschaften großer Vermögen im Vergleich zu normalen Erben.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • SPD plant progressiven Steuertarif für Erbschaften, um hohe Vermögen steuerpflichtig zu machen.
  • 85 Prozent der Unternehmen sollen von der Erbschaftsteuer befreit werden.
  • Ziel ist es, die Weitergabe von Betrieben innerhalb von Familien zu erleichtern und Familienbetriebe zu schützen.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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