Siemens Energy weist Abspaltung des Windkraftgeschäfts zurück

17. Januar 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Siemens Energy und Windkraftsparte in der Diskussion

() – Christian Bruch, Vorstandschef des Münchner Energietechnikkonzerns Siemens Energy, weist Forderungen von Aktionären nach einer Abspaltung der verlustreichen Windkraftsparte Siemens Gamesa zurück.

„Eine Abspaltung jetzt würde die Probleme nicht lösen. Windenergie bleibt eine wichtige Zukunftstechnologie“, sagte Bruch der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Zwar prüfe Siemens Energy alle Geschäftseinheiten auf Profitabilität. Aber die Windkraftsparte Siemens Gamesa sei derzeit „mitten im Turnaround“. Das Geschäft zu stabilisieren habe jetzt Priorität. „Dann entscheiden wir über Optionen“, sagte Bruch.

Ein aktivistischer Investor und Siemens-Energy-Aktionär hatte im Dezember die Abspaltung von Siemens Gamesa gefordert. Bruch sagte dagegen jetzt der FAS, die Sparte habe „spürbare Fortschritte“ erzielt. „Das Ziel lautet, 2026 den Break-even zu erreichen, also ein Ergebnis an der Gewinnschwelle“, sagte er.

Der Siemens-Energy-Chef forderte zugleich von der Bundesregierung mehr Tempo beim geplanten Bau von Dutzenden neuer Erdgaskraftwerke in . „Es ist gut, dass die Bundesregierung mit der Europäischen Kommission eine Einigung erzielt hat. Fakten schafft das aber noch keine. Es muss jetzt zügig weitergehen, die Ausschreibungen müssen zeitnah kommen, damit die Kraftwerksbetreiber und auch wir Kapazitäten planen können.“ Deutschland dürfe beim Bau der Gaskraftwerke nicht noch mehr Zeit verlieren. „Unsere Gasturbinen sind weltweit gefragt, andere Länder sind da wesentlich schneller. Die Politik muss jetzt liefern“, sagte Bruch. Sein Unternehmen ist ein führender Hersteller von Kraftwerkstechnik.

Siehe auch:  EU-Kommission leitet Verfahren gegen Shein ein

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte am Donnerstag mitgeteilt, man habe sich nach jahrelangen Verzögerungen mit der EU-Kommission im Grundsatz über die sogenannte Kraftwerksstrategie geeinigt. Im deutschen Stromsektor sei zunächst die Ausschreibung von zwölf Gigawatt an neuer steuerbarer Leistung geplant. Teil davon sollen die zusätzlichen Gaskraftwerke sein.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Windräder (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Christian Bruch lehnt Abspaltung der Windkraftsparte Siemens Gamesa ab und betont ihre strategische Bedeutung.
  • Siemens Gamesa strebt an, bis 2026 den Break-even zu erreichen.
  • Bundesregierung soll schneller beim Bau neuer Erdgaskraftwerke agieren; geplante Ausschreibung von zwölf Gigawatt neuer Leistung im Stromsektor.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Siemens Energy, Aktionäre, Siemens Gamesa, 2026 (Break-even)
  • Deutschland, Bundesregierung, Erdgaskraftwerke, 12 Gigawatt (geplante Ausschreibung)
  • Kapazitäten, Kraftwerkstechnik, internationale Nachfrage, kurzfristiger Handlungsbedarf

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Ablehnung von Aktionärsforderungen nach Abspaltung der Windkraftsparte Siemens Gamesa
  • Windenergie als wichtige Zukunftstechnologie trotz gegenwärtiger Verluste
  • Notwendigkeit schnellerer Genehmigungen für den Bau neuer Erdgaskraftwerke in Deutschland

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bundesregierung soll zügig Ausschreibungen für neue Erdgaskraftwerke vorantreiben
  • Ziel ist der Bau von zwölf Gigawatt neuer steuerbarer Leistung im deutschen Stromsektor
  • Siemens Energy prüft alle Geschäftseinheiten auf Profitabilität, Windkraftsparte im Turnaround
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH