Bär will ersten Fusionsreaktor und mehr Forschung für Frauen

19. Januar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Wissenschaftspolitik und Frauenmedizin in Deutschland

() – Wissenschaftsministerin Dorothee Bär (CSU) sieht die Zukunft der Energieversorgung auch in Fusionstechnologie. „Ich habe mich bewusst dafür entschieden, dass wir in auf Fusion setzen“, sagte sie der SZ. „Der erste Fusionsreaktor soll in Deutschland stehen“. Das sei „ambitioniert“ und „richtig“.

Viele Experten kritisieren, Kernfusion sei sehr komplex und es sei unwahrscheinlich, dass die Energieversorgung in näherer Zukunft durch die Technik gesichert werden könne. Auch die Kosten dafür seien zu hoch. Mittel des Bundes für Bärs Hightech-Agenda, bei der es unter anderem um Kernfusion geht, wurden im Haushaltsausschuss lange zurückgehalten, weil die Planungen laut Abgeordneten zu unkonkret seien.

„Ob am Ende Laser- oder Magnetfusion den Durchbruch bringt, kann heute niemand seriös sagen – ich nicht, die Wissenschaft nicht“, sagte Bär. „Ich kann keinen dieser Vorwürfe nachvollziehen.“

Bär will zudem im kommenden Wissenschaftsjahr einen Fokus auf Frauengesundheit legen. „Deutschland rühmt sich, weit voraus zu sein, hier sind wir Entwicklungsland“, sagt Bär. Sie kritisierte den bisherigen Umgang der Medizin mit Frauen. „Häufig ist die Medikation auf den männlichen Körper ausgerichtet. Bestimmte Frauenkrankheiten wie Endometriose und Lipödeme sind noch nicht ordentlich erforscht“, sagt sie. Sie sei überzeugt: „Wenn Krankheiten, die ausschließlich Frauen betreffen, Männer treffen würden, stünde die Forschung heute an einem ganz anderen Punkt“.

Siehe auch:  BSW-Generalsekretär nennt Debatte über Rente mit 70 einen "Skandal"
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Dorothee Bär am 16.01.2026

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Deutschland setzt auf Fusionstechnologie für die Energieversorgung.
  • Erste Fusionsreaktor soll in Deutschland gebaut werden.
  • Fokus auf Frauengesundheit im kommenden Wissenschaftsjahr.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppe: Wissenschaftler, Frauen im Gesundheitsbereich
  • Region: Deutschland
  • Fokus auf Kernfusion und Frauengesundheit, Zeitrahmen: kommendes Wissenschaftsjahr, langfristige Entwicklung

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Fokus auf Fusionstechnologie als Zukunft der Energieversorgung
  • Kritiker bemängeln Komplexität und hohe Kosten der Kernfusion
  • Umgang der Medizin mit Frauengesundheit ist unzureichend, Forschung zu frauenspezifischen Krankheiten vernachlässigt

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Unterstützung der Entwicklung von Fusionskraftwerken in Deutschland
  • Fokussierung auf Frauengesundheit im kommenden Wissenschaftsjahr
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem aktuellen Forschungsstand zu frauenspezifischen Krankheiten
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH