Mainzer Forscher gewinnen Rohstoffe aus Glycerin

19. Januar 2026

Regional - Rheinland-Pfalz - aktuelle Fakten und Einordnung

Forschung und Entwicklung in Mainz

() – Forscher der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben ein neues Elektrolyseverfahren entwickelt, mit dem sich aus dem Abfallprodukt Glycerin die wertvollen Stoffe Ameisensäure und Wasserstoff herstellen lassen. Das teilte die Hochschule am Montag mit.

Bei dem Prozess entsteht statt Sauerstoff die für die Industrie vielseitig verwendbare Ameisensäure, während gleichzeitig Wasserstoff als potenzieller Energieträger gewonnen wird.

Der Ansatz basiert auf der bekannten Wasserelektrolyse, nutzt aber Glycerin als zusätzlichen Ausgangsstoff. Dieser fällt unter anderem in großen Mengen bei der Biodiesel-Produktion an.

Entscheidend für die Methode ist ein neu entwickelter Katalysator aus den Metallen Kupfer und Palladium. Die elektrochemische Herstellung kann mit nachhaltigem Strom betrieben werden und wäre dann CO2-neutral, was einen Beitrag zur Elektrifizierung der chemischen Industrie leisten könnte.

In weiteren Schritten wollen die Wissenschaftler untersuchen, ob sich das teure Palladium im Katalysator durch günstigere Materialien ersetzen lässt.

Auch die Erzeugung von Methanol, für das ein größerer Bedarf besteht als für Ameisensäure, steht auf der Forschungsagenda. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachjournal „Advanced Energy Materials“ veröffentlicht.

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Neues Elektrolyseverfahren aus Glycerin entwickelt
  • Herstellung von Ameisensäure und Wasserstoff möglich
  • Neuer Katalysator aus Kupfer und Palladium genutzt

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppe: chemische Industrie, Forscher
  • Region: globale Anwendung, insbesondere dort, wo Biodiesel produziert wird
  • Zeitraum: zukünftige Forschung zur Kostensenkung des Katalysators und zur Methanolproduktion

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Entwicklung eines neuen Elektrolyseverfahrens an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Nutzung von Glycerin, einem Nebenprodukt der Biodiesel-Produktion, als Ausgangsstoff
  • Einsatz eines neu entwickelten Katalysators aus Kupfer und Palladium für die elektrochemische Herstellung

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