Falscher Polizist nach räuberischem Diebstahl in Berlin in U-Haft
Berlin - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaft: Polizeigewalt in Berlin
Berlin () – Ein 42-Jähriger, der sich als Polizist ausgegeben und einen Autokäufer um einen fünfstelligen Betrag beraubt haben soll, befindet sich seit dem 17. Januar in Untersuchungshaft. Das teilten die Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit.
Ein Ermittlungsgericht hatte den Haftbefehl auf Antrag der Staatsanwaltschaft erlassen.
Bei dem Beschuldigten handelt es sich nach Angaben der Behörden tatsächlich um einen Polizeibeamten, gegen den bereits seit 2021 ein Verbot der Führung der Dienstgeschäfte in anderen Ermittlungsverfahren besteht. Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Samstagabend gegen 20.40 Uhr auf einem Supermarkt-Parkplatz in der Emmentaler Straße in Reinickendorf.
Ein 29-Jähriger hatte sich dort mit einem unbekannten Verkäufer zu einem Autokauf verabredet.
Laut Ermittlungen traten zwei Männer an das Fahrzeug, gaben sich als Polizisten in Zivil aus und nahmen unter dem Vorwand einer Beschlagnahme den fünfstelligen Kaufpreis sowie einen weiteren vierstelligen Geldbetrag an sich. Bei der Flucht überfuhren sie den Fuß eines 38-jährigen Begleiters.
Der 29-Jährige verfolgte die Täter, woraufhin ihn einer der Männer mit einer Softair-Pistole bedroht haben soll. Polizeikräfte nahmen den 42-Jährigen schließlich fest.
Sein Komplize und der Verkäufer sind weiter flüchtig. Die Ermittlungen wegen schweren räuberischen Diebstahls mit Waffen, Amtsanmaßung und gefährlicher Körperverletzung dauern an.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Polizeiabsperrung |
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