Gazelle Sharmahd spricht von "Politizid" im Iran

25. Januar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Proteste gegen das Iran-Regime

Los Angeles () – Die Aktivistin Gazelle Sharmahd, Tochter des hingerichteten Deutschen Jamshid Sharmahd, hat dem Mullah-Regime im vorgeworfen, einen „Genozid – genauer: Politizid“ (politische Säuberung) – an der eigenen Bevölkerung auszuführen.

Darauf deuteten Videos und Nachrichten hin, die derzeit trotz nahezu vollständiger Abschaltung des Internets durchsickerten, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Mehrere Videos, die uns erreichen, zeigen eindeutig Kriegsrecht“, so Sharmahd. Das Regime habe Milizen aus dem (Hisbollah) und dem (Hashd al-Shaabi) eingeflogen, die die Straßen patrouillierten und auf Arabisch riefen: „Wir dienen dir, Khamenei“. Sharmahd bezieht sich auf ein Video, das sich nicht vollständig überprüfen lässt. Dies zeige, dass es keine iranische Regierung sei, sondern eine arabisch-islamistische Fremdbesatzung mit dschihadistischen Milizen, die der Bevölkerung ins Gesicht schieße.

Die Aktivistin, die derzeit in Los Angeles lebt, erklärte, die vielen „Lynchmorde“, die „Maschinengewehre gegen Zivilisten“, seien nicht nur Kriegsverbrechen, sondern Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Trotz der Gefahr, das Leben zu verlieren, mobilisierten sich die Menschen weiter und organisierten Widerstand. „Beerdigungen verwandeln sich in revolutionäre Versammlungen.“ Ein gezielter militärischer Schlag gegen die Hauptquartiere der Revolutionsgarden sei das derzeit einzige Mittel, um das Morden zu stoppen. Nach ihrer Information gebe es bereits Vorbereitungen, Ministerien und staatliche Institutionen zu übernehmen und das Land von innen zu befreien, „sobald die versprochene Unterstützung eintrifft“.

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sei als größter Handelspartner mit historischer Verantwortung in der Pflicht, ein Tribunal nach dem Vorbild der Nürnberger Prozesse einzuleiten. Der Fall ihres Vaters Jamshid Sharmahd liege bei der Bundesanwaltschaft und könne als Präzedenzfall dienen, um Haftbefehle gegen Regime-Funktionäre auf europäischem Boden zu erlassen. Sanktionen, Fact-Finding-Missionen oder diplomatische Apparate seien „völlig unzureichend, wenn ein Genozid im Gange ist“, so Sharmahd.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Anti-Iran-Protest (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Gazelle Sharmahd wirft dem Iran "Genozid" durch das Regime vor.
  • Regime hat Milizen aus dem Libanon und Irak zur Kontrolle der Straßen eingesetzt.
  • Deutschland soll ein Tribunal nach dem Vorbild der Nürnberger Prozesse initiieren.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind die Zivilbevölkerung im Iran und Angehörige von Regimegegnern weltweit
  • Zielgruppen sind vor allem Oppositionelle und Menschenrechtsaktivisten
  • Starke Vorwürfe gegen das iranische Regime hinsichtlich schwerer Menschenrechtsverletzungen und Genozid; Forderung nach internationaler Intervention und Unterstützung

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Vorwurf des Regimes an eigener Bevölkerung: Genozid/Politizid
  • Einsatz arabischer Milizen (Hisbollah, Hashd al-Shaabi) zur Unterdrückung
  • Mobilisierung der Bevölkerung trotz großer Gefahr und Repression

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Deutschland könnte ein Tribunal nach dem Vorbild der Nürnberger Prozesse einleiten.
  • Die Bundesanwaltschaft könnte Haftbefehle gegen Regime-Funktionäre erlassen.
  • Es gibt Vorbereitungen, Ministerien und staatliche Institutionen zu übernehmen.

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