Zoll beschlagnahmt immer mehr Cannabis aus Nordamerika

26. Januar 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Zunahme illegalen Cannabisimports in Europa

() – In Europa wird immer mehr illegales Cannabis aus den Vereinigten Staaten und beschlagnahmt. Darauf weist die Europäische Drogenbehörde Euda in einer internen Warnmeldung an die Mitgliedstaaten hin, über die die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Montagsausgabe) berichtet.

Nach einem bedeutsamen Anstieg der Beschlagnahmungen von Cannabis aus Nordamerika im Jahr 2024 hätten diese auch 2025 noch einmal stark zugenommen, heißt es. Allein am Flughafen / entdeckte der deutsche Zoll nach Informationen der FAZ im vergangenen Jahr mehr als zehn Tonnen Cannabis in Luftpostpaketen, die größtenteils aus den USA kamen. Das ist ungefähr eine Verzehnfachung im Vergleich zu 2022.

Der Zoll in beschlagnahmte 2025 gut 21 Tonnen Cannabis, fast fünfmal so viel wie 2024. Das meiste entdeckten die belgischen Zöllner in Containern aus Kanada, die im Hafen von Antwerpen ankamen. Der niederländische Zoll vermeldet eine Vervierfachung der Cannabisfunde auf gut 60 Tonnen.

„Es ist offensichtlich, dass der Anteil von Cannabis aus Nordamerika auf dem europäischen Markt jetzt erheblich ist“, sagte Robert Patrancus, Analyst der Euda, der FAZ. Jens Ahland, Sprecher vom Hauptzollamt Köln, sagte: „Wir erleben im Moment eine Schwemme an Marihuanasendungen aus den USA. Wir werden damit geflutet, anders kann man das nicht sagen.“

Das Bundeskriminalamt (BKA) bestätigte der FAZ auf Anfrage, dass ein „stetiger signifikanter Anstieg“ beim Schmuggel von Cannabis aus Nordamerika zu beobachten sei. Das Bundesinnenministerium betonte, dass „die Bekämpfung der international organisierten Rauschgiftkriminalität höchste Priorität“ habe, da diese als eine wesentliche Triebfeder der organisierten Kriminalität angesehen werde. Das BKA stehe deshalb in Kontakt mit „anderen europäischen Ländern und internationalen Partnern“.

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Auf die Frage, ob die Bundesregierung deshalb auch Kontakt mit den Regierungen in Kanada und den USA aufgenommen habe, ging das Ministerium nicht ein.

Als Hauptgrund für die Entwicklung nennen Fachleute große Preisunterschiede. Es scheine ökonomische Anreize zu geben, das Cannabis deutlich günstiger in Nordamerika zu kaufen und nach Europa zu transportieren, statt es lokal zu produzieren, sagte Patrancus.

In der Warnmeldung der Euda heißt es, dass die Großhandelspreise in Nordamerika um bis zu zwei Drittel unter den Preisen für Cannabis aus Europa liegen könnten. In Kanada und etwa der Hälfte der amerikanischen Bundesstaaten wurde Cannabis legalisiert.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Cannabis (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Anstieg der Beschlagnahmungen von Cannabis aus Nordamerika in Europa, über zehn Tonnen am Flughafen Köln/Bonn 2024.
  • Belgischer Zoll beschlagnahmte 2025 über 21 Tonnen Cannabis, fast fünfmal mehr als 2024.
  • Ökonomische Anreize durch große Preisunterschiede zwischen Nordamerika und Europa für den Schmuggel von Cannabis.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene Regionen: Europa, speziell Deutschland, Belgien, Niederlande
  • Zielgruppen: Konsumenten von Cannabis, Organisierte Kriminalität
  • Zahlen: 10 Tonnen in Köln/Bonn 2024, 21 Tonnen in Belgien 2025, 60 Tonnen in den Niederlanden 2025, Preisunterschiede von bis zu zwei Dritteln

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Zunehmende Beschlagnahmung von illegalem Cannabis aus Nordamerika in Europa
  • Große Preisunterschiede zwischen Nordamerika und Europa als ökonomischer Anreiz für den Schmuggel
  • Legalisierung von Cannabis in Kanada und vielen US-Bundesstaaten fördert den Export

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Intensivierung der Zollkontrollen an Flughäfen und Seehäfen
  • Zusammenarbeit mit anderen europäischen Ländern und internationalen Partnern zur Bekämpfung des Cannabis-Schmuggels
  • Fokussierung auf die Bekämpfung der international organisierten Rauschgiftkriminalität
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