Viele junge Erwerbstätige für ihren Job überqualifiziert

27. Januar 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaftliche Herausforderungen bei jungen Erwerbstätigen in Deutschland

() – Gut jeder siebte junge Erwerbstätige ist für seine ausgeübte Tätigkeit überqualifiziert.

15 Prozent der Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 34 Jahren gaben an, einen höheren Bildungsabschluss als für ihre aktuelle Tätigkeit erforderlich zu haben. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag nach Ergebnissen des Zusatzmoduls der Arbeitskräfteerhebung 2024 (Labour Force Survey, LFS) mit. Bei 78 Prozent der jungen Erwerbstätigen stimmte der Bildungsabschluss mit der Tätigkeit überein, 7 Prozent hatten einen niedrigeren Abschluss als erforderlich, waren also formal unterqualifiziert.

Erwerbstätige Frauen unter 35 Jahren (16 Prozent) gaben etwas häufiger als gleichaltrige Männer (13 Prozent) an, einen höheren Bildungsabschluss als für ihre Tätigkeit erforderlich zu haben. Gleichzeitig hatten mehr Männer (9 Prozent) als Frauen (5 Prozent) einen niedrigeren Bildungsabschluss als erforderlich.

Dass der Bildungsabschluss mit der Tätigkeit der Erwerbstätigen unter 35 Jahren übereinstimmt, trifft auf junge Menschen mit Einwanderungsgeschichte seltener zu als auf Gleichaltrige ohne Einwanderungsgeschichte. Demnach hatten 15- bis 34-Jährige mit Einwanderungsgeschichte häufiger einen höheren Bildungsabschluss (18 Prozent), als ihre Tätigkeit erforderte. Bei Gleichaltrigen ohne Einwanderungsgeschichte hatten nur 14 Prozent einen höheren Abschluss als erforderlich. Unter den Erwerbstätigen von 15 bis 34 Jahren mit Einwanderungsgeschichte war der Anteil der formal Überqualifizierten mit 19 Prozent unter denjenigen am höchsten, die selbst zugewandert waren.

Erwerbstätige von 15 bis 34 Jahren mit Einwanderungsgeschichte hatten allerdings auch häufiger einen niedrigeren Bildungsabschluss als erforderlich (11 Prozent). Bei Gleichaltrigen ohne Einwanderungsgeschichte war das seltener der Fall (6 Prozent). Am höchsten war der Anteil der formal Unterqualifizierten mit 14 Prozent wiederum unter denjenigen mit Einwanderungsgeschichte, die selbst zugewandert waren.

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Dass die Fachrichtung ihrer Berufsqualifikation nur teilweise, eher nicht oder überhaupt nicht zur aktuellen Tätigkeit passt, gaben laut Arbeitskräfteerhebung 2024 insgesamt 22 Prozent der Erwerbstätigen von 15 bis 34 Jahren an. Dieser Anteil fiel für Frauen und Männer gleich hoch aus. Deutlich höher war der Anteil derjenigen, die in einer teilweise bis völlig abweichenden Fachrichtung arbeiteten, unter jungen Erwerbstätigen mit Einwanderungsgeschichte (28 Prozent). Am höchsten war er unter denjenigen, die selbst zugewandert waren (30 Prozent). Dagegen gaben nur 20 Prozent der Gleichaltrigen ohne Einwanderungsgeschichte an, dass ihre Fachrichtung nur teilweise bis überhaupt nicht zur aktuellen Tätigkeit passt, so Destatis.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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  • 15 Prozent der jungen Erwerbstätigen (15-34 Jahre) sind überqualifiziert für ihre Tätigkeit.
  • 16 Prozent der erwerbstätigen Frauen gaben an, einen höheren Bildungsabschluss zu haben als erforderlich, im Vergleich zu 13 Prozent der Männer.
  • 28 Prozent der jungen Erwerbstätigen mit Einwanderungsgeschichte arbeiten in einer Tätigkeit, die nur teilweise oder gar nicht zu ihrer Fachrichtung passt.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • 15% der Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 34 Jahren sind überqualifiziert
  • Höhere Überqualifikation unter Frauen (16%) als bei Männern (13%)
  • 28% der jungen Erwerbstätigen mit Einwanderungsgeschichte arbeiten in abweichenden Fachrichtungen

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  • 15 Prozent der jungen Erwerbstätigen sind überqualifiziert für ihre Tätigkeiten.
  • Höhere Überqualifikation bei Frauen im Vergleich zu Männern und bei Personen mit Einwanderungsgeschichte.
  • 22 Prozent der jungen Erwerbstätigen geben an, dass ihre Fachrichtung nicht zur aktuellen Tätigkeit passt, besonders häufig bei Einwanderern.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

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