Welthungerhilfe kritisiert Neuausrichtung der Entwicklungshilfe

28. Januar 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Entwicklungshilfe und Wirtschaftsinteressen in Bonn

() – Die Hilfsorganisation Welthungerhilfe kritisiert, dass die schwarz-rote Koalition Wirtschaftsinteressen bei der Entwicklungshilfe stärker berücksichtigen wolle.

Es sei aus Sicht der Politik nachvollziehbar, dass künftig vorrangig deutsche Unternehmen Aufträge bekommen sollten, die im Rahmen der staatlichen Entwicklungshilfe vergeben würden, sagte Welthungerhilfe-Generalsekretär Mathias Mogge dem „Redaktionsnetzwerk “ (Mittwochausgaben). „Doch das ist zu kurz gesprungen.“

Nötig seien direkte Investitionen deutscher Unternehmen in ärmeren und möglicherweise auch fragilen Staaten, um in diesen Regionen mit einer überwiegend jungen Bevölkerung Arbeitsplätze zu schaffen und damit ein nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen. „Doch die Erfahrung der vergangenen Jahrzehnte zeigt leider, dass die deutsche Wirtschaft dazu trotz diverser Förder- und Sonderprogramme des Entwicklungsministeriums nicht bereit ist“, sagte Mogge. „Die Unternehmen wollen offenbar nicht die damit verbundenen Risiken eingehen.“

Mogge erklärte, Entwicklungspolitik dürfe interessengeleitet sein. „Ein rein karitativer Zweck ist der Bevölkerung nicht mehr vermittelbar“, sagte er. Schließlich würden knappe Steuergelder ausgegeben, wofür es angesichts der Haushaltsprobleme einen wachsenden Rechtfertigungsdruck gebe. Insofern sei es auch nachvollziehbar, sich künftig stärker von Wirtschaftsinteressen leiten zu lassen. „Allerdings wird es so, wie sich das die Ministerin vorstellt, nicht klappen“, mahnte Mogge.

Siehe auch:  Trumps Friedensrat offiziell gegründet
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Mathias Mogge (Archiv)

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  • Welthungerhilfe kritisiert Berücksichtigung von Wirtschaftsinteressen bei Entwicklungshilfe
  • Künftig sollen bevorzugt deutsche Unternehmen Aufträge im Rahmen der Entwicklungshilfe erhalten
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  • betrifft deutsche Unternehmen und Entwicklungshilfe
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  • Notwendigkeit direkter Investitionen deutscher Unternehmen in ärmeren Staaten
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  • Berücksichtigung deutscher Unternehmen bei Entwicklungsaufträgen
  • Notwendigkeit direkter Investitionen in ärmeren Staaten zur Schaffung von Arbeitsplätzen
  • Entwicklungspolitik soll interessengeleitet sein und wirtschaftliche Aspekte stärker betonen

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