SPD kritisiert Landesregierung für Verzögerung bei Gemeinschaftsschul-Konzept
Regional - Schleswig-Holstein - aktuelle Fakten und Einordnung
Bildungspolitik in Schleswig-Holstein unter Druck
Kiel () – Die SPD-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein hat der Landesregierung vorgeworfen, einen einstimmigen Parlamentsbeschluss zur Evaluation von Flex-Klassen an Gemeinschaftsschulen zu ignorieren. Das teilte der bildungspolitische Sprecher Martin Habersaat in einer Landtagsrede mit.
Er sprach von einem ‚politisch nicht akzeptablen‘ Vorgehen, das das Vertrauen in die Verlässlichkeit politischer Entscheidungen schwäche.
Flexklassen strecken den Lernstoff der achten und neunten Klasse auf drei Jahre und richten sich an Schüler, die den Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss (ESA) anstreben, aber mehr Zeit benötigen. Praxisklassen sehen sogar drei Tage Betriebspraxis pro Woche vor.
Der Landtag hatte die schwarz-grüne Landesregierung im Mai 2024 einstimmig aufgefordert, das Konzept zu evaluieren und auszuweiten. Die Regierung habe nun jedoch auf eine Anfrage erklärt, eine Evaluation sei nicht geplant.
Habersaat betonte, dass gerade für leistungsschwächere oder schulmüde junge Menschen solche Konzepte den entscheidenden Unterschied machen könnten.
Fast zehn Prozent der Schüler verließen die Schule in Schleswig-Holstein ohne ESA, während Betriebe über Fachkräftemangel klagten. Die Regierung vermittle den Eindruck, ‚das Parlament nicht so richtig ernst zu nehmen‘, so der SPD-Politiker.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Klassenraum in einer Schule (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- SPD wirft Landesregierung vor, Parlamentsbeschluss zur Evaluation von Flex-Klassen zu ignorieren.
- Landtag forderte im Mai 2024 einstimmig eine Ausweitung des Konzepts, Regierung plant jedoch keine Evaluation.
- Fast zehn Prozent der Schüler in Schleswig-Holstein verlassen die Schule ohne Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen sind Schüler, die den Erstabschluss (ESA) anstreben und leistungsschwächer sind.
- Region: Schleswig-Holstein.
- 10% der Schüler verlassen die Schule ohne ESA, Frist: Evaluierung wurde für Mai 2024 gefordert.
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
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Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Landesregierung ignoriert einstimmigen Parlamentsbeschluss zur Evaluation von Flex-Klassen
- Evaluationskonzept für Flex-Klassen nicht geplant
- SPD kritisiert mangelnde Ernstnahme von parlamentarischen Entscheidungen
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