Sachsen übergibt Datenbank zu DDR-Heimen an Gedenkstätte Torgau

29. Januar 2026

Regional - Sachsen - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: DDR-Erinnerung in Sachsen stärken

Torgau () – Das sächsische Sozialministerium hat eine umfangreiche Datendokumentation zu Kinder- und Jugendheimen sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe und Psychiatrie aus der DDR-Zeit an den Trägerverein der Gedenkstätte Jugendwerkhof Torgau übergeben. Das teilte Sozialministerin Petra Köpping mit.

Die Datenbank erfasst mehr als 450 Einrichtungen in aus den Jahren 1949 bis 1990.

Die Ministerin betonte, die Initiative schaffe einen neuartigen Zugang zu einem weitgehend verdrängten Kapitel der DDR-Geschichte. Unterbringungsformen, Missstände und deren Folgen über Generationen hinweg würden sichtbar gemacht.

Der Trägerverein, die Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof Torgau e.V., wird nun auf Basis der Daten eine ‚digitale Landkarte der Erinnerungsorte‘ erstellen.

Diese interaktive Karte soll bis Ende des Jahres veröffentlicht werden und historische Informationen, Bildmaterial sowie persönliche Stimmen von Betroffenen zu den einzelnen Heimen bereitstellen. Nach der geplanten Freischaltung im Jahr 2027 soll das Angebot kontinuierlich gepflegt und auch auf andere Betroffenengruppen ausgeweitet werden.

Es soll unter anderem der politischen Bildung dienen und Behörden in Rehabilitierungsverfahren unterstützen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Petra Köpping (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Kinder- und Jugendheime sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe und Psychiatrie aus der DDR-Zeit
  • Zielgruppe: Betroffene, politische Bildung, Behörden
  • mehr als 450 erfasste Einrichtungen, Veröffentlichung der digitalen Karte bis Ende 2023, geplante Freischaltung 2027

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Übergabe einer umfangreichen Datendokumentation zu DDR-Kinder- und Jugendheimen durch das sächsische Sozialministerium
  • Ziel, ein verdrängtes Kapitel der DDR-Geschichte sichtbar zu machen
  • Erstellung einer digitalen Landkarte der Erinnerungsorte durch den Trägerverein zur politischen Bildung und Unterstützung von Rehabilitierungsverfahren

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Übergabe einer Datendokumentation zu DDR-Kinder- und Jugendheimen an den Trägerverein der Gedenkstätte Torgau
  • Erstellung einer 'digitalen Landkarte der Erinnerungsorte' bis Ende des Jahres
  • Geplante Unterstützung der politischen Bildung und Rehabilitierungsverfahren durch die bereitgestellten Informationen

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