SPD kritisiert Missstände im Maßregelvollzug in Neustadt

29. Januar 2026

Regional - Schleswig-Holstein - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaftliche Missstände in Schleswig-Holsteins Kliniken

() – Die SPD-Landtagsfraktion in hat massive Mängel in den forensischen Kliniken des Landes angeprangert. Das teilte der Abgeordnete Niclas Dürbrook in einer Landtagsrede mit.

Besonders die Situation am größeren Standort Neustadt sei ‚extrem beunruhigend‘.

Demnach sind bei einer Kapazität von 240 Plätzen aktuell 275 Menschen untergebracht. Von 17 Planstellen im ärztlichen Dienst seien nicht einmal sieben besetzt.

Im Jahr 2024 habe es 20 angezeigte Gewaltübergriffe gegeben, davon 11 auf Mitarbeiter. Zudem könnten mehrere Dutzend Patienten nicht entlassen werden, weil es keine geeigneten Plätze für sie gebe.

Die gesetzlich vorgeschriebene Therapie finde nicht wöchentlich, sondern nur alle 14 Tage statt, was den gesetzlichen Auftrag zur möglichst raschen Resozialisierung konterkariere.

Dürbrook kritisierte, dass die Landesregierung ihrer Kontrollpflicht nicht ausreichend nachkomme. Obwohl das Land die Kosten von rund 375 Euro pro Tag und Patient trage, gebe es keine Rückforderungen für die nicht leitliniengerechte Versorgung.

Die SPD fordert die zuständige Ministerin auf, die Missstände umgehend zu beheben und für eine ausreichende Personalausstattung zu sorgen.

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • 275 Menschen sind in Neustadt untergebracht, obwohl nur 240 Plätze vorhanden sind.
  • Von 17 Planstellen im ärztlichen Dienst sind weniger als 7 besetzt.
  • Die gesetzlich vorgeschriebene Therapie findet nur alle 14 Tage statt, anstatt wöchentlich.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Patienten und Mitarbeiter in forensischen Kliniken Schleswig-Holsteins
  • Regionen: Schleswig-Holstein, insbesondere Neustadt
  • Zahlen: 240 Plätze vs. 275 Personen, 17 Planstellen (nur 7 besetzt), 20 Gewaltübergriffe (11 auf Mitarbeiter), Therapie alle 14 Tage statt wöchentlich

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Überbelegung der Kliniken (275 statt 240 Plätze)
  • Personalmangel im ärztlichen Dienst (weniger als 7 von 17 Planstellen besetzt)
  • Mangelnde Therapiehäufigkeit (alle 14 Tage statt wöchentlich)

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • SPD fordert Behebung der Missstände in forensischen Kliniken
  • Forderung nach ausreichender Personalausstattung
  • Landesregierung soll ihrer Kontrollpflicht nachkommen

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