Dax lässt kräftig nach – Öl und Gas teurer
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaftsentwicklung an der Frankfurter Börse
Frankfurt/Main () – Am Donnerstag hat der Dax kräftig nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.309 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 2,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem schwachen Tagesstart baute der Dax am Nachmittag seine Verluste deutlich aus.
Bis kurz vor Handelsschluss rangierten die Papiere von Siemens, EGA und Vonovia an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Das klare Schlusslicht bildeten die SAP-Aktien mit einem Kurssturz von fast 16 Prozent.
„Wenn das größte Technologieunternehmen an der Frankfurter Börse mit KI-Fantasie in diesem Stadium bereits Zeichen einer Wachstumsabschwächung zeigt, kann der Dax nicht anders als fast 500 Punkte verlieren“, kommentierte Christine Romar, Head of Europe von CMC Markets. „Nicht nur, dass allein die Gewichtung von SAP numerisch für einen Großteil der Verluste verantwortlich ist, zusammen mit der Enttäuschung von Microsoft am Vorabend waren die Zahlen ein weiterer Stimmungskiller für den so hoffnungsvoll ins neue Börsenjahr gestarteten Leitindex.“
SAP sei beinahe über sein eigenes Geschäftsmodell gestolpert, so Romar. „So wie die Walldorfer zunehmend KI in ihre Prozesse integrieren, könnten sie in der Zwischenzeit überholt werden, wenn die heutigen Kunden morgen in Zukunft selbst verstärkt KI einsetzen und sich von der teuren SAP-Lösung verabschieden“, sagte sie. „Noch spricht das Management zwar von vollen Auftragsbüchern, die sich in Zukunft auch gewinnträchtig in der Bilanz niederschlagen sollen. Aber es ist wie bei den hochgehypten Technologieaktien in den USA: Auch dort verzeihen Anleger bei den aktuell hohen Bewertungen keine auch noch so kleine Wachstumsdelle.“
Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Februar kostete 40 Euro und damit drei Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund acht bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis stieg stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 70,78 US-Dollar, das waren 3,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1932 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8381 Euro zu haben.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Frankfurter Börse |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Dax fiel um 2,1 Prozent auf 24.309 Punkte.
- SAP-Aktien verloren fast 16 Prozent, während Siemens, EGA und Vonovia führend waren.
- Gaspreis stieg um drei Prozent auf 40 Euro pro MWh, Ölpreis um 3,5 Prozent auf 70,78 US-Dollar pro Fass.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Dax betrifft Investoren und Marktteilnehmer in Deutschland; Verlust von 2,1 Prozent
- SAP-Aktien betreffen Aktionäre von SAP; Kurssturz von fast 16 Prozent
- Gaspreis betrifft Verbraucher; Preis von 40 Euro/MWh für Februar, implizierter Preis von 8-11 Cent/kWh
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Dax verlor 2,1 Prozent, beeinflusst durch schwache Performance von SAP und Microsoft.
- SAP-Aktien stürzten um fast 16 Prozent, was erheblichen Einfluss auf den Dax hatte.
- Steigende Energiepreise für Gas und Öl beeinflussen das Marktumfeld und die Verbraucherpreise.
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