CDU-Frauen wollen auch Frauen zu Wehrdienst-Fragebogen verpflichten

30. Januar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaftliche Diskussion um Wehrdienst in Deutschland

() – Die Frauen-Union fordert, den neuen Wehrdienst-Fragebogen inhaltlich zu erweitern und auch Frauen zum Ausfüllen zu verpflichten.

In einem Antrag für den CDU-Bundesparteitag, über den die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks “ berichten, verlangen die Unions-Frauen, das gerade beschlossene Modell der Freiwilligkeit beim Wehrdienst „umgehend weiterzuentwickeln“ und Frauen mehr einzubinden. Perspektivisch wollen sie, dass auch Frauen einen Pflichtdienst beim Militär oder im sozialen Bereich leisten.

„Sowohl Frauen als auch Männer sollten den Fragebogen verpflichtend ausfüllen“, heißt es in dem Antrag mit Blick auf den neuen Brief der Bundeswehr. Außerdem solle der Fragebogen erweitert werden: Wenn jemand antworte, dass er keinen Wehrdienst leisten wolle, dann solle abgefragt werden, ob sich die Person stattdessen eine Tätigkeit im sozialen Bereich oder im Zivil- und Katastrophenschutz vorstellen könne. Diese Daten sollten dann an Wohlfahrtsverbände und Zivil- und Katastrophenschutzorganisationen wie das Technische Hilfswerk (THW) oder das Deutsche Rote Kreuz gehen, damit diese Interessierte gezielt ansprechen könnten.

Die CDU-Frauen sprechen sich außerdem für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr in Deutschland aus – und für eine Grundgesetzänderung, um das zu ermöglichen. Die Idee ist, dass alle jungen Leute eines Jahrgangs einen Pflichtdienst absolvieren müssten: entweder bei der Bundeswehr oder im sozialen Bereich. Laut Grundgesetz ist es bislang nur möglich, Männer für eine Wehrpflicht einzuziehen oder zum Zivildienst zu verpflichten.

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In Deutschland wurde zum 1. Januar 2026 ein neuer und zunächst freiwilliger Wehrdienst eingeführt. Vorerst werden alle Männer und Frauen ab dem Jahrgang 2008 angeschrieben und aufgefordert, einen Fragebogen zu ihrer Eignung und Befähigung für einen Dienst in den Streitkräften auszufüllen. Männer müssen antworten, Frauen nicht. Gelingt es nicht, auf dem nun beschlossenen Weg genug Freiwillige für die Bundeswehr zu gewinnen, behält sich die schwarz-rote Koalition die Einführung einer „Bedarfswehrpflicht“ vor.

Mit Blick darauf fordern die CDU-Frauen, die Anreize für den neuen Wehrdienst sollten dann auch für den Ersatzdienst gelten. Beim neuen Wehrdienst liegt der Sold bei 2.600 Euro brutto im Monat, hinzu kommen mögliche Zuschüsse für den Erwerb des Führerscheins.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundeswehr-Soldaten (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Frauen-Union fordert verpflichtendes Ausfüllen des Wehrdienst-Fragebogens für Frauen.
  • Antrag für Pflichtdienst für Frauen im Militär oder sozialen Bereich sowie ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr.
  • Grundgesetzänderung nötig, um die Einberufung von Frauen für Wehrpflicht zu ermöglichen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind junge Menschen des Jahrgangs 2008 und Frauen allgemein
  • Ab 1. Januar 2026 gilt ein neuer freiwilliger Wehrdienst; Ziel ist die Einbeziehung von Frauen und die Einführung eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres
  • Currently, Männer müssen ausfüllen, Frauen nicht; bei ungenügend Freiwilligen wird eine "Bedarfswehrpflicht" in Betracht gezogen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Forderung nach einer Erweiterung des Wehrdienst-Fragebogens und verpflichtenden Ausfüllen für Frauen
  • Vorschlag für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr für alle jungen Leute, inklusive Pflichtdienst im Militär oder sozialen Bereich
  • Hintergrund: momentan nur Männer zur Wehrpflicht gemäß Grundgesetz einsetzbar, neue Regelung ab 2026 ist freiwillig

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Wehrdienst-Fragebogen soll für Frauen verpflichtend werden
  • Fragebogen soll um Fragen zu sozialem Engagement erweitert werden
  • Einführung eines verpflichtenden Gesellschaftsjahrs für alle jungen Leute wird gefordert
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