Hessen fordert staatliches Standardprodukt für Altersvorsorge

30. Januar 2026

Hessen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Reform der Altersvorsorge in Wiesbaden

() – Die hessische Landesregierung sieht im aktuellen Gesetzentwurf des Bundes zur Reform der privaten Altersvorsorge erheblichen Nachbesserungsbedarf. Das teilte Finanzminister Alexander Lorz am Freitag in Wiesbaden mit.

Er kritisierte, dass unter dem geplanten Etikett ‚Standard-Depot‘ Millionen unterschiedlicher Fonds-Kombinationen angeboten werden könnten, was keine echte Vergleichbarkeit schaffe.

Lorz forderte stattdessen ein privatwirtschaftlich geführtes, aber staatlich organisiertes Standardprodukt nach dem Vorbild der sogenannten -Rente. Dieses könnte etwa an die Bundesbank angegliedert werden und in direktem Wettbewerb mit privaten Angeboten stehen.

Zudem müsse der steuerliche Sonderausgabenabzug von 1.800 auf 3.000 Euro angehoben werden, um die Inflation seit der letzten Anpassung 2008 auszugleichen.

Der Minister warnte davor, dass Vereinfachungen nicht zulasten von Familien mit niedrigem Einkommen gehen dürften. Außerdem sprach er sich dafür aus, den Kreis der Förderberechtigten deutlich zu erweitern, etwa auf Selbstständige oder idealerweise auf alle Menschen im erwerbsfähigen Alter.

Der Bundesrat berät den Gesetzentwurf an diesem Freitag in erster Lesung.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Sitzung des Bundesrates am 30.01.2026

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

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  • Hessische Landesregierung sieht Nachbesserungsbedarf im Gesetzentwurf zur Reform der privaten Altersvorsorge
  • Finanzminister Lorz fordert staatlich organisiertes Standardprodukt nach Vorbild der Deutschland-Rente
  • Steuerlicher Sonderausgabenabzug soll von 1.800 auf 3.000 Euro angehoben werden

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft: Familien mit niedrigem Einkommen, Selbstständige, Menschen im erwerbsfähigen Alter
  • Anliegen: Anhebung des steuerlichen Sonderausgabenabzugs von 1.800 auf 3.000 Euro
  • Zeitpunkt: Beratung des Gesetzentwurfs im Bundesrat am 30.01.2026

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Kritik an der mangelnden Vergleichbarkeit der Fonds-Kombinationen unter dem geplanten 'Standard-Depot'
  • Forderung nach einem staatlich organisierten Standardprodukt als Alternative
  • Anhebung des steuerlichen Sonderausgabenabzugs zur Inflationsanpassung seit 2008

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

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  • Forderung nach einem staatlich organisierten Standardprodukt
  • Anhebung des steuerlichen Sonderausgabenabzugs auf 3.000 Euro

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