Niedersachsens Gesundheitsminister fordert grundlegende Apothekenreform

30. Januar 2026

Niedersachsen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheitspolitik in Niedersachsen im Fokus

() – Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi hat eine grundlegende Reform der Apothekenversorgung angemahnt. Das teilte das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung am Freitag mit.

Anlass ist die Beratung des „Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetzes“ im Bundesrat, bei dem die Länder 60 Änderungsanträge eingebracht haben.

Philippi, der derzeit den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz innehat, begrüßt zwar das Ziel, die flächendeckende Arzneimittelversorgung zu sichern und inhabergeführte Vor-Ort-Apotheken zu stärken.

Er lehnt jedoch zentrale Punkte des Bundesentwurfs ab. Dazu gehöre die geplante Erleichterung für die Eröffnung von Zweigapotheken, die nur ein eingeschränktes Versorgungsspektrum böten und kein gleichwertiger Ersatz für vollversorgende Apotheken seien.

Gerade im ländlichen Raum Niedersachsens bestehe die Gefahr, dass vollversorgende Apotheken in Zweigapotheken umgewandelt werden, was zulasten der Versorgung auf dem Land gehen würde.

Weiterhin spricht sich das Ministerium gegen Apotheken ohne persönliche Anwesenheitspflicht eines Apothekers aus. Der Vorschlag, pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) als Vertretung der Leitung vorzusehen, würde sich nachteilig auf Arzneimittelsicherheit und Beratungsqualität auswirken.

Zudem sei eine Erhöhung des sogenannten Packungsfixums dringend notwendig, um Apotheken finanziell zu unterstützen und die wohnortnahe Versorgung, besonders in der Fläche, sicherzustellen. Die Lage habe sich in den letzten Jahren objektiv verschärft, was den Fortbestand inhabergeführter Apotheken gefährde.

Siehe auch:  Wetterbericht für Mecklenburg-Vorpommern (07.03.2026)

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Apotheke (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Niedersachsens Gesundheitsminister fordert grundlegende Reform der Apothekenversorgung.
  • 60 Änderungsanträge wurden im Bundesrat zum "Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz" eingebracht.
  • Bedenken gegen Erleichterung für Zweigapotheken und Vorschläge zur Stellvertretung durch PTA geäußert.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft: Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi, inhabergeführte Vor-Ort-Apotheken, ländlicher Raum Niedersachsen
  • Auswirkungen: Gefahr der Umwandlung vollversorgender Apotheken in Zweigapotheken, negative Auswirkungen auf Arzneimittelsicherheit und Beratungsqualität
  • notwendige Maßnahmen: Erhöhung des Packungsfixums zur Unterstützung der Apotheken und Sicherstellung der wohnortnahen Versorgung

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Grundlegende Reform der Apothekenversorgung notwendig
  • 60 Änderungsanträge im Bundesrat zur Beratung des Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetzes
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  • Niedersachsens Gesundheitsminister fordert grundlegende Reform der Apothekenversorgung.
  • Ablehnung des Bundesentwurfs zur Erleichterung von Zweigapotheken und gegen Apotheken ohne Anwesenheitspflicht eines Apothekers.
  • Forderung nach Erhöhung des Packungsfixums zur finanziellen Unterstützung von Apotheken.

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