Van Aken will "Friedenssicherung ohne Aufrüstungsspirale"
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Sicherheitspolitik in Berlin: Rüstung und Friedenssicherung
Berlin () – Linken-Chef Jan van Aken hat sich für eine auch militärisch verteidigungsfähige Bundesrepublik ausgesprochen, aber gegen zusätzliche Rüstungsausgaben. „Ich bin für Friedenssicherung ohne Aufrüstungsspirale“, sagte van Aken der Nachrichtenseite des Senders ntv. „Wir brauchen EU- und Landesverteidigung, und beides geht nicht nur mit Wattebäuschchen. Es braucht auch Rüstung, das gehört dazu.“
Mehr Soldaten und zusätzliche Rüstungsausgaben hält van Aken für falsch. Der Linken-Vorsitzende erinnerte daran, dass die europäischen Staaten für das Militär nominal deutlich mehr ausgeben als Russland. „Wir brauchen also nicht mehr Soldaten, und wir brauchen auch nicht mehr Geld für Rüstung“, sagte er. „Wenn dieses Jahr Mittelstreckenraketen aus den USA hier in Deutschland stationiert werden, was glauben Sie, was Russland dann macht? Die rüsten ebenfalls auf. Das führt zu einer Spirale nach oben“, behauptete er. „Das hatten wir im Kalten Krieg, das wollen wir auf gar keinen Fall.“
Zugleich sprach van Aken sich für Beistandsverpflichtungen aus. „Ich möchte nicht im Rahmen der Nato denken, sondern im Rahmen der EU“, sagte er angesprochen auf Artikel 5 des Nato-Vertrags. „Aber natürlich brauchen wir Beistandsverpflichtungen. Wir können Länder wie das Baltikum, Polen oder Finnland doch nicht Russland zum Fraß vorwerfen.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Flugabwehrsystem Skyranger 30 (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Jan van Aken befürwortet militärisch verteidigungsfähige Bundesrepublik, lehnt aber zusätzliche Rüstungsausgaben ab.
- Er sieht keine Notwendigkeit für mehr Soldaten oder höhere Militärbudgets, da Europa bereits mehr für Militär ausgibt als Russland.
- Van Aken plädiert für Beistandsverpflichtungen innerhalb der EU und nicht nur im Rahmen der NATO.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Zielgruppe: Bundesrepublik Deutschland
- Zielgruppe: EU-Staaten
- Region: Baltikum, Polen, Finnland
- Zahlen/Fristen/Zeiträume: Aktuelle militärische Ausgaben; Bezug auf kurzfristige Rüstungsstationierungen
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Befürwortung einer militärischen Verteidigungsfähigkeit Deutschlands
- Ablehnung zusätzlicher Rüstungsausgaben zur Vermeidung einer Aufrüstungsspirale
- Notwendigkeit von Beistandsverpflichtungen innerhalb der EU, nicht nur der NATO
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Friedenssicherung ohne zusätzlichen Rüstungsaufwand fördern
- Beistandsverpflichtungen im Rahmen der EU ausbauen
- Keine Steigerung der Soldatenanzahl oder Rüstungsausgaben anstreben
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