CDU-Wirtschaftsrat verlangt "Agenda für Arbeitnehmer"

1. Februar 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Reformen und Arbeitnehmerbelange in Berlin

() – Der Wirtschaftsrat der CDU erhöht den Druck auf die Bundesregierung und fordert eine „Agenda für Arbeitnehmer“. Der Unternehmerverband mit mehr als 13.000 Mitgliedern schlägt in dem Reformvorschlag, über den die „Bild am Sonntag“ berichtet, deutliche Steuersenkungen und eine Begrenzung der Sozialabgaben durch die Streichung diverser Leistungen vor.

Der Generalsekretär des Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, sagte der Zeitung: „Mehr als drei Millionen Arbeitslose sind ein unmissverständliches Signal, dass die Politik jetzt endlich alles tun muss, um das Aufstiegsversprechen zu erneuern und Wachstumskräfte zu entfesseln.“

In ihrer Agenda schlägt der Wirtschaftsrat zur Senkung der Steuerlast die spürbare Anhebung des Grundfreibetrags, das spätere Einsetzen des Spitzensteuersatzes, einen automatischen Inflationsausgleich bei der Einkommensteuer, die Abschaffung des Solidaritätszuschlags auch für Gutverdiener und die Senkung der Unternehmensteuer auf 25 Prozent vor.

Um einen weiteren Anstieg der Sozialabgaben zu verhindern, soll die Regierung nach dem Willen des Wirtschaftsrats diverse Leistungen streichen: Das Arbeitslosengeld soll grundsätzlich nur noch für ein Jahr ausgezahlt werden. Um Privilegien in der Rentenversicherung für bestimmte Gruppen abzuschaffen, spricht sich der Wirtschaftsrat für die Streichung der Mütterrente, der Rente mit 63 und der Grundrente aus. Das Renteneintrittsalter soll an die Lebenserwartung gekoppelt und über die beschlossenen 67 Jahre hinaus erhöht werden.

In der gesetzlichen Krankenversicherung soll der Leistungskatalog überprüft und Zahnbehandlungen daraus gestrichen werden. In der Agenda heißt es dazu: „Verschiedene Leistungen, etwa Zahnarztbehandlungen, lassen sich generell gut privat absichern und sollten nicht länger im Umlageverfahren den Beitragszahlern zur Last fallen.“ In der Unfallversicherung sollen nicht länger Unfälle auf Arbeitswegen abgesichert sein.

Siehe auch:  US-Börsen uneinheitlich - Anleger warten auf US-Arbeitsmarktdaten

Außerdem soll die Regierung die Energiekosten für alle senken, den Kauf von Wohnungen erleichtern (u. a. Grunderwerbsteuer streichen) und Bürokratie abbauen.

Steiger kritisiert, dass die SPD zu „einer Partei für die Belange der Transferempfänger mutiert“ sei und „in erschreckendem Maße die Unterstützung der Arbeiter und Angestellten verloren“ habe. Das drohe auch der CDU, „wenn sie weiterhin in so starkem Maße wie bislang die Vorstellungen der SPD mitträgt“. Eine „überbordende Steuer- und Abgabenlast“ würde heutzutage „die Aufstiegsmöglichkeiten für die fleißige Mitte“ aushöhlen. Deshalb braucht es laut Wirtschaftsrat eine Agenda, die Leistung belohnt und das Aufstiegsversprechen erneuert.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Haus des Wirtschaftsrates (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Forderung nach deutlichen Steuersenkungen und Begrenzung der Sozialabgaben durch Streichung diverser Leistungen
  • Vorschlag zur Anhebung des Grundfreibetrags, späterem Spitzensteuersatz, Abschaffung des Solidaritätszuschlags und Senkung der Unternehmenssteuer auf 25 Prozent
  • Arbeitslosengeld soll nur noch für ein Jahr gezahlt werden, Renteneintrittsalter an Lebenserwartung gekoppelt und diverse Sozialleistungen sollen gestrichen werden

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft mehr als 3 Millionen Arbeitslose
  • betrifft Arbeitnehmer und Unternehmen in Deutschland
  • Forderung zur Streichung diverser Sozialleistungen und Steuern

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • mehr als drei Millionen Arbeitslose als Signal für politischen Handlungsbedarf
  • Forderung nach Steuersenkungen und Begrenzung der Sozialabgaben zur Förderung des Wachstums
  • Kritik an der SPD und der Gefahr für die CDU durch Übernahme sozialdemokratischer Vorstellungen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Steuersenkungen durch Anhebung des Grundfreibetrags und Abschaffung des Solidaritätszuschlags
  • Kürzung von Sozialleistungen, wie z.B. beschränkte Auszahlung des Arbeitslosengeldes auf ein Jahr
  • Überprüfung des Leistungskatalogs in der gesetzlichen Krankenversicherung und Streichung von Zahnarztbehandlungen

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




4,7/5 (17 Bewertungen)
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH