DIW-Präsident hält Söders Mehrarbeit-Vorstoß für "Populismus"

2. Februar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Debatte über Arbeitszeiten in Berlin

() – Der Vorstoß von CSU-Chef Markus Söder nach einer Stunde Mehrarbeit in der Woche stößt bei Ökonomen auf Kritik. Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, sagte der „Rheinischen Post“, dass die Forderung mancher Politiker nach mehr Leistung und Arbeitsstunden der Beschäftigten Ausdruck eines Populismus sei, „der die Verantwortung für die Fehler der Politik und Unternehmen auf die Beschäftigten abschiebt“.

Zwar wären mehr Arbeitsstunden „zweifelsohne gut für die deutsche Wirtschaft, vor allem um den Fachkräftemangel etwas zu lindern“. Weiter sagte Fratzscher: „Die Debatte um die Arbeitszeit ist jedoch verkürzt und fehlgeleitet, weil sie suggeriert, die wirtschaftlichen Probleme Deutschlands könnten durch mehr Arbeit und Anstrengungen der Beschäftigten gelöst werden.“

Fratzscher forderte: „Anstelle Verantwortung zu verweigern, sollte die Politik die notwendigen Reformen umsetzen und Unternehmen eigene Fehler korrigieren.“ Gefragt seien „mehr Investitionen und Innovationen der Unternehmen“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Marcel Fratzscher (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Beschäftigte in Deutschland
  • Kritik an der Forderung nach einer Stunde Mehrarbeit pro Woche
  • Lösung wirtschaftlicher Probleme durch mehr Arbeit wird als falsch angesehen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Kritik an Söders Forderung als Ausdruck von Populismus
  • Verantwortung für wirtschaftliche Fehler wird auf Beschäftigte abgeschoben
  • Notwendigkeit von Reformen und Unternehmensinvestitionen wird betont

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Umsetzung notwendiger Reformen durch die Politik
  • Förderung von Investitionen und Innovationen in Unternehmen
  • Verantwortung der Unternehmen für eigene Fehler übernehmen

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