Umfrage: Mehrheit befürwortet Abschaffung der Acht-Stunden-Regel

3. Februar 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Reform der Arbeitszeit in Deutschland

() – Die Mehrheit der Deutschen ist offen für eine Reform bei der Ausgestaltung der täglichen Arbeitszeit. In einer Erhebung von Forsa für die Sender RTL und ntv sprachen sich 59 Prozent der Befragten dafür aus, die bestehende Acht-Stunden-Regel abzuschaffen und stattdessen eine Wochenarbeitszeit von maximal 40 Stunden festzulegen. 37 Prozent wären gegen eine solche Änderung des Arbeitsrechts.

Auch unter den abhängig Beschäftigten unterstützt eine Mehrheit von 57 Prozent eine Änderung der derzeit geltenden Arbeitszeitregelung. Die größten Vorbehalte gegenüber einer Flexibilisierung der Arbeitszeitregelung zeigen sich bei Bundesbürgern in Ostdeutschland (45 Prozent), Anhängern der AfD (50 Prozent) und besonders deutlich bei den Anhängern der Linken (57 Prozent).

Derzeit ist im Arbeitszeitgesetz festgelegt, dass die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer acht Stunden nicht überschreiten darf. Als Werktag kann dabei jeder Wochentag außer Sonntag verstanden werden – demnach wären nach der bisherigen Regelung auch 48 Stunden Wochenarbeitszeit möglich.

Beim Thema Teilzeit stößt eine Einschränkung des bestehenden Rechts bei den Bundesbürgern überwiegend auf Ablehnung. Nur 38 Prozent fänden es sinnvoll, wenn Arbeitnehmer nicht mehr grundsätzlich ein Recht auf Teilzeit hätten, sondern dieses nur noch bei bestimmten Gründen – etwa zur Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen – geltend machen könnten. Eine Mehrheit von 59 Prozent hält eine Einschränkung des Teilzeitrechts hingegen für nicht sinnvoll. Lediglich unter den Anhängern der CDU/CSU befürwortet eine knappe Mehrheit (53 Prozent) eine solche Begrenzung.

Siehe auch:  Wetterbericht für Hessen (24.02.2026)

Für die Erhebung wurden vom 30. Januar bis 2. Februar 1.001 Personen befragt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Büros (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • 59 Prozent der Deutschen sind für die Abschaffung der Acht-Stunden-Regel und die Festlegung einer maximalen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden.
  • 57 Prozent der abhängig Beschäftigten unterstützen eine Änderung der Arbeitszeitregelung.
  • Nur 38 Prozent fänden es sinnvoll, das Recht auf Teilzeit einzuschränken; 59 Prozent halten eine Einschränkung für nicht sinnvoll.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • 59 Prozent der Deutschen unterstützen die Abschaffung der Acht-Stunden-Regel zugunsten einer maximalen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden
  • 57 Prozent der abhängig Beschäftigten befürworten eine Änderung der Arbeitszeitregelung; größte Vorbehalte bei 45 Prozent der Ostdeutschen und 57 Prozent der Linken-Anhänger
  • Zeitraum der Erhebung: 30. Januar bis 2. Februar; befragte Personen: 1.001

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Mehrheit der Deutschen (59 %) befürwortet Reform der Arbeitszeitregelung
  • 57 % der abhängig Beschäftigten unterstützen eine Änderung der Arbeitszeit
  • Vorbehalte zur Flexibilisierung: Ostdeutschland, AfD-Anhänger (50 %), Linke-Anhänger (57 %)

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