SPD kritisiert Sicherheitsmanagement der Bahn
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Sicherheitsdebatte nach Vorfall in Berlin
Berlin () – Der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Sebastian Fiedler, sieht nach dem Tod eines Zugbegleiters in Folge eines brutalen Angriffs durch einen Fahrgast den Bahnkonzern in der Pflicht, seine Strukturen zu überarbeiten.
„Die Sicherheit darf bei der DB AG nicht weiter ausschließlich wirtschaftlichen Erwägungen unterworfen werden“, sagte der Bundestagsabgeordnete und gelernte Kriminalhauptkommissar der „Süddeutschen Zeitung“. Auf die seit Jahren steigende Zahl von Übergriffen gegen Mitarbeiter sei bei der Bahn und bei der Tochter DB Regio nicht konsequent reagiert worden. „Der neue Vorstand hat sich insoweit bislang nicht mit Ruhm bekleckert“, so Fiedler.
Er kritisierte zudem, dass die Deutsche Bahn teilweise externe Dienstleister mit Sicherheitsaufgaben betraue. „Subunternehmer haben da generell nichts zu suchen“, sagte er. Die schwarz-rote Bundesregierung sei gerade dabei, das Bundespolizeigesetz umfassend zu reformieren, so Fiedler. „Dabei wird es auch um den Zuschnitt der Zuständigkeiten gehen.“ Bei der Frage, wie die Sicherheit an Bahnhöfen und in Zügen organisiert wird, müsse „die Fachkompetenz der Bundespolizei künftig eine bestimmende Rolle einnehmen“, so Fiedler weiter. Sie müsse dort künftig die Fachaufsicht haben, so wie es an Flughäfen längst Standard sei.
Am Montagabend war in einem Regionalexpress der Deutschen Bahn (DB) der 36-jährige Zugbegleiter Serkan C. von einem 26-jährigen Fahrgast zusammengeschlagen und zunächst lebensgefährlich verletzt worden. Er wurde noch vor Ort reanimiert und anschließend ins Krankenhaus gebracht, erlag dort jedoch am Mittwochmorgen seinen Verletzungen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | DB-Sicherheit (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- SPD-Fraktionssprecher fordert Überarbeitung der DB-Strukturen nach Todesfall eines Zugbegleiters.
- Externe Sicherheitsdienstleister sollen bei der DB nicht mehr eingesetzt werden.
- Bundespolizeigesetz wird umfassend reformiert, mit Fokus auf Zuständigkeiten und Fachaufsicht durch die Bundespolizei.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
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- Forderungen nach strukturellen Änderungen und stärkeren Sicherheitsmaßnahmen
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Tod eines Zugbegleiters durch brutalen Angriff eines Fahrgastes
- Steigende Zahl von Übergriffen gegen Bahnbeschäftigte, unzureichende Reaktionen seitens der Deutschen Bahn
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Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Deutsche Bahn soll Strukturen überarbeiten und Sicherheit nicht nur wirtschaftlichen Erwägungen unterordnen.
- Bundesregierung reformiert das Bundespolizeigesetz, insbesondere bezüglich Zuständigkeiten.
- Bundespolizei soll künftig die Fachaufsicht über Sicherheit an Bahnhöfen und in Zügen haben.
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