Kieler Forscher warnen vor neuen Pilzkrankheiten
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Gesundheit: Neue Erkenntnisse zu Pilzpathogenität in Kiel
Kiel () – Forscher der Universität Kiel und des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie in Plön haben einen Mechanismus entdeckt, der bisher harmlose Pilze zu Krankheitserregern für den Menschen machen könnte. Das teilten die beteiligten Wissenschaftler am Mittwoch mit.
Demnach liegt der Schlüssel nicht in neuen Genen, sondern in einer effizienteren Nutzung der vorhandenen genetischen Information, insbesondere für den Fettstoffwechsel.
Ein Vergleich der Genome von harmlosen Bodenpilzen und pathogenen Arten, die in Säugetieren leben, zeigte überraschende Ähnlichkeiten.
Der entscheidende Unterschied sei, wie schnell und effizient Proteine für den Fettstoffwechsel produziert werden können, erklärte der Erstautor der Studie, Marco Guerreiro. Diese Optimierung ermögliche es den Pilzen, sich schnell an die lipidreiche Umgebung im menschlichen Körper anzupassen.
Die Forscher warnen, dass dieser evolutionäre Schritt kleiner sein könnte als bisher angenommen.
Angesichts des Klimawandels, steigender Temperaturen und zunehmender Resistenzen gegen Antipilzmittel könnten daher in Zukunft mehr Pilzarten zu einer Gefahr für die menschliche Gesundheit werden. Das Team will nun Arten identifizieren, die aufgrund ihrer genetischen Merkmale ein besonders hohes Potenzial haben, zu Krankheitserregern zu werden.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ärzte (Archiv) |
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