Über 100.000 NRW-Beamte legen Widerspruch gegen Besoldung ein
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Beamtenbesoldung in NRW unter Diskussion
Düsseldorf () – Immer mehr Beamte in NRW bezweifeln, dass sie vom Land rechtskonform bezahlt werden. Die Zahl der Besoldungswidersprüche hat sich gegenüber dem Jahr 2022 mehr als verdoppelt – auf rund 102.000 im Jahr 2025, berichtet die „Neue Westfälische“ unter Berufung auf Angaben aus dem NRW-Finanzministerium.
Während für das vergangene Jahr 102.736 Besoldungswidersprüche eingegangen sind, waren es demnach 2024 knapp 54.000; davor rund 61.000 und im Jahr 2022 rund 50.000 Widersprüche. Insgesamt gibt es laut Statistischem Landesamt 282.000 Landesbeamte in NRW.
Das Land steht aktuell für die Besoldung in der Kritik. Es geht seit 2024 nicht mehr davon aus, dass der Beamte „Alleinverdiener“ ist, sondern dass auch der Partner oder die Partnerin Geld verdient. Das Land begründet dies mit einem „moderneren Familienbild“ und berechnet nun ein „fiktives Partnereinkommen“ in Höhe von 538 Euro in die Besoldung mit ein. Wer tatsächlich kein Partnereinkommen hat, muss einen Ergänzungszuschlag beantragen. Experten halten das für rechtswidrig.
Das Land hatte Widersprüche für das Jahr 2022 zuletzt negativ beschieden. Daraufhin sind bis Anfang Februar 1.725 Klagen zur amtsangemessenen Alimentation 2022 eingegangen, so das Finanzministerium weiter.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Euromünzen (Archiv) |
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