Vereinte Nationen beobachten Gewalteskalation im Südsudan
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Gewaltsituation im Südsudan: Politische Spannungen
New York () – Die Vereinten Nationen beobachten eine Gewalteskalation im Südsudan. Insbesondere im Bundesstaat Jonglei komme es zu Zusammenstößen zwischen Regierungstruppen und oppositionellen Kräften.
„Die politische Pattsituation zwischen den wichtigsten Unterzeichnern des Revitalisierten Friedensabkommens führt weiterhin zu erhöhten Spannungen, die sich in bewaffneten Auseinandersetzungen in vielen Teilen des Landes äußern“, sagte Jean-Pierre Lacroix, Leiter der Hauptabteilung Friedenssicherungseinsätze der Vereinten Nationen, am Dienstag (Ortszeit) dem UN-Sicherheitsrat.
Beide Seiten des Konflikts behaupten Lacroix zufolge, in Selbstverteidigung zu handeln, während sie sich gleichzeitig auf mögliche massive Kampfhandlungen vorbereiteten. Bereits jetzt gebe es Berichte über Luftangriffe, hetzerische Rhetorik und Massenvertreibungen, so der französische Diplomat.
Die Lage erinnere die Bevölkerung an die Gewalt während der Jahre 2013 und 2016. Bereits jetzt seien über 280.000 Menschen aus Jonglei vertrieben worden. Viele lebten in provisorischen Lagern ohne ausreichende Versorgung.
Während über 10 Millionen Menschen humanitäre Hilfe benötigten, sei der Zugang von Hilfsorganisationen stark eingeschränkt, erklärte Lacroix. „Ich fordere diesen Rat nachdrücklich auf, eine klare, einheitliche Botschaft zu senden: Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen, medizinisches Personal und humanitäre Helfer, Infrastruktur und Vermögenswerte sind inakzeptabel“, sagte der UN-Untersekretär. Die internationale Gemeinschaft müsse dafür sorgen, dass die politischen Akteure im Südsudan sich von diesem gefährlichen Abgrund zurückziehen, zum Dialog zurückkehren und einen Konsens über das weitere Vorgehen suchen. Zudem brauche es ausreichende humanitäre Mittel.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Vereinte Nationen (Archiv) |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Gewalteskalation im Südsudan, insbesondere im Bundesstaat Jonglei.
- Über 280.000 Menschen aus Jonglei vertrieben, leben in provisorischen Lagern.
- Zugang von Hilfsorganisationen stark eingeschränkt, über 10 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffene: Bevölkerung im Südsudan, insbesondere im Bundesstaat Jonglei
- Zielgruppen: Regierungstruppen, oppositionelle Kräfte, humanitäre Organisationen
- Aktuelle Zahlen: über 280.000 vertriebene Menschen, mehr als 10 Millionen benötigen humanitäre Hilfe
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Gewaltsame Zusammenstöße zwischen Regierungstruppen und oppositionellen Kräften im Bundesstaat Jonglei
- Politische Pattsituation zwischen Unterzeichnern des Revitalisierten Friedensabkommens führt zu erhöhten Spannungen
- Über 280.000 Menschen aus Jonglei vertrieben, humanitäre Hilfe stark eingeschränkt
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Ultimatum der UN an den Sicherheitsrat zur unmissverständlichen Botschaft gegen Angriffe auf humanitäre Einrichtungen
- Aufforderung zur Rückkehr der politischen Akteure zu Dialog und Konsensbildung
- Dringendes Bedürfnis nach ausreichenden humanitären Mitteln
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