EFI-Gutachten: Expertenkommission übergibt Empfehlungen an Kanzler

11. Februar 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Forschung und Innovation in Deutschland 2026

() – Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat am Mittwoch ihr Jahresgutachten an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) übergeben.

Bei der künstlichen Intelligenz hätten die USA und einen großen Vorsprung, sagte die EFI-Vorsitzende, Irene Bertschek vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), bei der Vorstellung des Gutachtens. „Aber wir können es uns nicht erlauben, hier aufzugeben und aus dem Rennen auszusteigen. Wir müssen investieren in den Ausbau von Rechenkapazitäten, in eine bessere Datennutzung, in die Forschung zu neuen KI-Modellen und in die Stärkung des europäischen Binnenmarkts.“

Weiter erklärte Bertschek, dass aufgrund der anhaltenden geopolitischen Spannungen weitere Anstrengungen in der sicherheitsrelevanten Forschung und Innovation erforderlich seien. „Zum Beispiel sollte die innovationsorientierte Beschaffung von Verteidigungsgütern aktiv als Instrument genutzt werden“, sagte sie.

Die EFI-Vorsitzende ging zudem auf den Wissenstransfer von Hochschulen ein. „Viele neue und bahnbrechende Ideen entstehen aus der Forschung in Hochschulen, aber die Potenziale werden nicht ausgeschöpft. Das heißt, wir müssen beim Transfer in die Anwendung dringend nachlegen. Der Transfer muss endlich gleichberechtigt neben Forschung und Lehre stehen“, forderte sie.

Insbesondere mittelständischen Unternehmen seien wichtige Akteure im deutschen Forschungs- und Innovationssystem. „Innovationshürden sollten entsprechend aus dem Weg geräumt werden, zum Beispiel indem Antragsprozesse für die Innovationsförderung vereinfacht und die Einwanderung qualifizierter Fachkräfte erleichtert werden“, so Bertschek.

„Eins muss uns allen klar sein: Der Staat kann nicht alle erforderlichen Investitionen alleine stemmen. Daher sollte die Hightech Agenda nicht nur als Arbeitsprogramm verstanden werden, sondern auch als Instrument, um alle Akteure des Forschungs- und Innovationssystems zu motivieren, um massive private Investitionen in Forschung und Innovationen und vor allem in Schlüsseltechnologien zu mobilisieren und um die großen Chancen, die mit diesen Technologien verbunden sind, in die Breite der Gesellschaft zu kommunizieren“, forderte die EFI-Vorsitzende.

Siehe auch:  Erneut IT-Störung bei der Deutschen Bahn

Guido Bünstorf, Mitglied der EFI und Professor an der Universität , warb für eine bessere Ausstattung der Hochschulen. „Forschungsstarke Universitäten nehmen sowohl bei Patentanmeldungen als auch bei wissenschaftlichen Publikationen, die in Patenten zitiert werden, eine Spitzenposition ein“, sagte Bünstorf. „Gerade in der anwendungsorientierten Grundlagenforschung geht wissenschaftliche Exzellenz häufig mit konkretem Anwendungspotenzial einher. Viele technologische Durchbrüche – vom Laser bis zu mRNA-Impfstoffen – sind aus dieser Art der Forschung hervorgegangen.“

Strukturelle Faktoren würden jedoch den Wissens- und Technologietransfer an deutschen Hochschulen ausbremsen. „Viele Transfereinrichtungen sind nicht ausreichend ausgestattet, nicht zuletzt, weil sie nicht dauerhaft aus den Grundmitteln der Hochschulen finanziert werden, sondern aus kurzfristigen Drittmittelprojekten“, erklärte Bünstorf.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Übergabe EFI-Gutachten am 11.02.2026

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • USA und China haben bei künstlicher Intelligenz einen großen Vorsprung.
  • Notwendigkeit, Innovationshürden zu beseitigen und Fachkräfteeinwanderung zu erleichtern.
  • Wissens- und Technologietransfer an Hochschulen muss besser gefördert werden.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), mittelständische Unternehmen, Hochschulen
  • Region: Deutschland
  • Themen: Künstliche Intelligenz, Hochschulforschung, Innovationsförderung, private Investitionen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • USA und China haben Vorsprung in künstlicher Intelligenz
  • Geopolitische Spannungen erfordern mehr Anstrengungen in sicherheitsrelevanter Forschung
  • Innovationshürden sollen abgebaut werden, einschließlich vereinfachter Antragsprozesse und erleichterter Einwanderung qualifizierter Fachkräfte

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Investieren in den Ausbau von Rechenkapazitäten und bessere Datennutzung
  • Innovationsorientierte Beschaffung von Verteidigungsgütern aktiv nutzen
  • Antragsprozesse für Innovationsförderung vereinfachen und Einwanderung qualifizierter Fachkräfte erleichtern

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




4,4/5 (12 Bewertungen)
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH