Gesundheitsministerin offen für Verbreiterung der Beitragseinnahmen
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesundheitspolitik und Sozialreformen in Berlin
Berlin () – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) ist nicht grundsätzlich gegen den SPD-Vorschlag, Renten, Mieten und Kapitalerträge in die Beitragsrechnung der Krankenkassen einzubeziehen, wenn es ein Gesamtpaket mit Sparvorschlägen gibt. „Es kann nicht allein damit getan sein, dass wir nur die Einnahmenseite ausweiten“, sagte sie der „Welt am Sonntag“. Man müsse vor allem die Ausgabenseite in den Griff bekommen: „Es muss ein Gesamtpaket sein.“
Gleichzeitig sagte sie, die vielen Vorschläge aus der eigenen Partei seien ein Problem in der Diskussion. „Das macht es nicht wirklich einfacher“, sagte Warken. „Es ist in Ordnung, wenn viele sich Gedanken machen.“ Die Debatte finde sie gut, so die CDU-Politikerin weiter: „Aber Einzelvorschläge sind immer wieder schwierig. Mir ist wichtig, dass wir ein solidarisches System behalten, in dem man nicht überlegen muss, ob man genug Geld hat für eine Zahnbehandlung. Das ist für mich kein Ansatz, und ich halte dies für einen schwierigen Vorschlag.“
Auch die Debatte über Karenztage oder die telefonische Krankschreibung hält sie nicht für ausreichend. „Wir müssen die gesamte Situation bewerten, auch Prävention stärken und gezielt gegensteuern“, so Warken. Die größten Kosten entstünden, wenn Menschen lange Zeit krank seien und das System beanspruchten.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Nina Warken (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Bundesgesundheitsministerin Nina Warken ist nicht grundsätzlich gegen den Vorschlag der SPD zur Einbeziehung von Renten, Mieten und Kapitalerträgen in die Beitragsrechnung der Krankenkassen.
- Warken betont die Notwendigkeit eines Gesamtpakets, das sowohl Einnahmen- als auch Ausgabenseite berücksichtigt.
- Sie äußert, dass viele Vorschläge aus der eigenen Partei die Diskussion erschweren.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- betrifft Rentenempfänger, Mieter, Kapitalanleger
- Zielgruppen: gesetzlich Versicherte, Allgemeinheit
- Zeitpunkt: Diskussion im Kontext von Sparvorschlägen, keine konkreten Fristen genannt
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Einbeziehung von Renten, Mieten und Kapitalerträgen in die Beitragsrechnung könnte diskutiert werden, wenn ein Gesamtpaket mit Sparvorschlägen vorliegt
- Notwendigkeit, sowohl die Einnahmenseite als auch die Ausgabenseite der Krankenkassen zu betrachten
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Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Prüfung des SPD-Vorschlags zur Einbeziehung von Renten, Mieten und Kapitalerträgen in die Beitragsrechnung
- Fokussierung auf ein Gesamtpaket mit Sparvorschlägen
- Stärkung der Prävention und gezielte Gegensteuerung bei langfristigen Krankheiten
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